Zahnersatz nach Arbeitsunfall?. Trotz vorhandener Vorschädigung -
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Trotz vorhandener Vorschädigung

Zahn­ersatz nach Arbeits­un­fall?

Foto: © Andrey Popov - stock.adobe.com
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Nach einem Arbeits­un­fall kann auch dann ein Anspruch auf Versor­gung mit Zahn­ersatz durch die Berufs­ge­nos­sen­schaft (BG) bestehen, wenn die Zähne vorge­schä­digt sind. Dies hat das Sozi­al­ge­richt Karls­ruhe entschie­den und damit einer Frau Recht gege­ben, der bei Sortier­ar­bei­ten in einem Post­ver­tei­lungs­zen­trum ein Paket auf das Gesicht gefal­len war, wodurch sie mehrere Prel­lun­gen erlitt. Einige Wochen später entwi­ckel­ten sich schmerz­hafte Verei­te­run­gen; zwei Zähne muss­ten gezo­gen werden.

Die Kläge­rin begehrte von der BG die Versor­gung mit einer Brücke im Ober­kie­fer. Die BG lehnte ab, weil bei der Kläge­rin eine fort­ge­schrit­tene Parodon­ti­tis bestehe. Die Zähne seien schon vorab als nicht erhal­tungs­fä­hig einzu­stu­fen gewe­sen.

Dage­gen klagte die Frau – mit Erfolg. Dem Vorscha­den komme kein derar­ti­ges Gewicht zu, dass der Unfall dahin­ter als „Gele­gen­heits­ur­sa­che“ zurück­trete, so die Begrün­dung. Die parodon­tale Erkran­kung sei thera­peu­tisch kontrol­lier­bar gewe­sen und hätte in naher Zukunft – etwa bei alltäg­li­cher Kaube­las­tung – nicht zum Zahn­ver­lust geführt.

Urteil des Sozi­al­ge­richts Karls­ruhe vom 17.12.2018, Az. S 15 U 3746/16

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