Startseite » Fachbeiträge » Archiv SB »

Hand-/Hautschutzmaßnahmen in der Praxis

Organisation persönlicher Schutzmaßnahmen Teil 2
Hand-/Hautschutzmaßnahmen in der Praxis

Foto:Aintschie - Fotolia.com
Anzeige
Die geeignete Auswahl von Schutzhand­schuhen und Haut­mit­teln ist wesentlich für die Ver­hin­derung des Kon­tak­tes mit Schad­stof­fen und deshalb für die Sicher­heit und den Gesund­heitss­chutz der Arbeit­nehmer wichtig. Dies fällt in der Prax­is nicht immer leicht. Grund­sät­zlich­es und Hin­weise zur Umset­zung in der Prax­is liefert Teil 2 des Beitrags.

Frank Zuther

Bei fol­gen­den Tätigkeit­en müssen grund­sät­zlich – auch ohne Gefahren­sym­bole – Hand-/Hautschutz­maß­nah­men getra­gen werden:
  • wenn bei Arbeit­en im feucht­en Milieu mit der ver­mehrten Auf­nahme von Schad­stof­fen durch die gequol­lene Horn­schicht gerech­net wer­den muss,
  • wenn mit ent­fet­ten­den Sub­stanzen gear­beit­et wird (z.B. Reini­gungsmit­tel, Tenside),
  • wenn mit Kraft­stof­fen (Otto­ben­zin), Frostschutzmit­teln, Brems­flüs­sigkeit­en, Kühlschmier­stof­fen gear­beit­et wird,
  • wenn die Abwaschbarkeit von Ver­schmutzung erle­ichtert wird,
  • wenn ein­er spez­i­fis­chen Haut­be­las­tung durch abges­timmte Hautschutzmit­tel begeg­net wer­den kann,
  • wenn UV-Strahlung zu Hautschä­den führen kann,
  • wenn der Ein­satz von Hand­schuhen nicht möglich (Fin­ger­fer­tigkeit, Fein­füh­ligkeit) oder nicht erlaubt ist (rotierende Maschinen).
Bei geringer Gefährdung (z.B. Gefahren­sym­bol Xi) soll­ten Hautschutzmit­tel als Basiss­chutz einge­set­zt wer­den. Dies ist bei Stof­fen mit fol­gen­den Risiko-Sätzen (kle­in­flächiger und kurzfristiger Kon­takt) der Fall:
  • R 21 = Gesund­heitss­chädlich bei Berührung mit der Haut
  • R 38 = Reizt die Haut
  • R 66 = Wieder­holter Kon­takt kann zu spröder oder ris­siger Haut führen
Immer wieder sollte dargestellt wer­den, dass Hautschutzmit­tel keine „flüs­si­gen Hand­schuhe“ sind. Sie kön­nen den Kon­takt mit Schad­stof­fen nicht voll­ständig unterbinden! Erfol­gt ein Kon­takt der Haut mit Arbeitsstof­fen, die eine nur geringe Gefährdung darstellen, so sollte der Arbeitsstoff auch bei vorheriger Anwen­dung von Hautschutzmit­teln rasch abge­waschen und der Hautschutz erneut werden.
Hautschutzmit­tel kön­nen Schutzhand­schuhe nicht erset­zen, z.B. beim Umgang mit Säuren, Lau­gen oder organ­is­chen Lösungsmit­teln. Bei Gefahren­sym­bol­en wie „T“ (giftig) oder „C“ (ätzend) müssen – wenn nicht Sub­sti­tu­tion, tech­nis­che oder organ­isatorische Maß­nah­men greifen kön­nen – geeignete Schutzhand­schuhe getra­gen wer­den. Dies ist ins­beson­dere bei fol­gen­den Stof­fen der Fall:
  • Hautre­sorp­tive Gefahrstoffe mit sys­temis­ch­er Wirkung (v.a. Gefahrstoffe mit erwiesen­er kreb­serzeu­gen­der, erbgut‑, fortpflanzungs- und fruchtschädi­gen­der Wirkung, vgl. TRGS 900, TRGS 903, TRGS 902)
  • Hautre­sorp­tive Gefahrstoffe, für die keine aus­re­ichen­den Erfahrun­gen über die Schädi­gung in Abhängigkeit von Menge und/oder Kon­takt beste­ht (vgl. TRGS 150 – medi­zinis­chen Beurteilung)
  • Gefahrstoffe, die die Haut direkt schädi­gen oder sen­si­bil­isieren, da für diese Stoffe eine Gren­zkonzen­tra­tion, ober­halb der­er die Haut geschädigt/sensibilisiert wird, nicht definiert wer­den kann.
Erfol­gre­ich­er Gesundheitsschutz
Ein entschei­den­der Fak­tor für die effek­tive und erfol­gre­iche Umset­zung ein­er geeigneten Schutz­maß­nahme ist deren Akzep­tanz bei den Mitar­beit­ern. Dies bedeutet, den berechtigten Forderung der Anwen­der – so viel Schutz wie nötig, so wenig per­sön­liche Ein­schränkung wie möglich – opti­mal gerecht zu wer­den, wobei jedoch immer deut­lich gemacht wer­den sollte, dass ein geeigneter Schutzhand­schuh zwar die Bewe­gung und das Tast­ge­fühl ein­schränkt, dafür aber vor dem schützt, was wir mit unseren Sin­nesor­ga­nen oft nicht wahrnehmen kön­nen: den Gefahrstoff.
Hier ist oft­mals der direk­te Vorge­set­zte gefordert, der sein Team nicht nur zum Tra­gen der per­sön­lichen Schutzaus­rüs­tun­gen motivieren muss, son­dern auch die Ein­hal­tung der Vorschriften zu kon­trol­lieren hat. Mit der Auswahl und der Bere­it­stel­lung geeigneter Schutzaus­rüs­tun­gen enden die Arbeit und Auf­gabe der Ver­ant­wortlichen nicht.
Bere­it­stel­lung von Schutzhand­schuhen und Hautmitteln
Der Arbeit­ge­ber hat die hygien­is­chen und organ­isatorischen Voraus­set­zun­gen zur Durch­führung der Hand-/Hautschutz­maß­nah­men sicherzustellen.
Haut­mit­tel wer­den meis­tens in Tuben oder Spendern ange­boten. Die Anschaf­fung von Spender­sys­te­men lohnt sich, wenn die Haut­mit­tel von mehreren Anwen­dern benutzt wer­den. Auf­grund der besseren Dosier­barkeit kön­nen die Prä­parate sparsamer angewen­det und hygien­is­ch­er ent­nom­men wer­den. Spender­sys­teme gibt es in unter­schiedlichen Vari­anten. Hier berat­en die Her­steller von Hautschutzmitteln.
Aus hygien­is­chen Grün­den sind offene Behält­nisse, wie es für Hand­wasch­pas­ten in Betrieben noch oft angetrof­fen wird, abzulehnen. Auf der Haut haf­tende, patho­gene Keime kön­nten von einem Beschäftigten leicht in das Pro­dukt einge­bracht wer­den. Dort kön­nen sie sich ver­mehren, die Halt­barkeit des Pro­duk­tes beein­trächti­gen und auch auf andere Beschäftigte über­tra­gen werden.
Die Haut­mit­tel soll­ten für die Beschäftigten jed­erzeit leicht zugänglich sein und im Bere­ich der einzel­nen Waschstellen bere­it­gestellt wer­den. Bei Spendern ist zu beacht­en, dass Inhalt und Beze­ich­nung übereinstimmen.
Zudem soll­ten die Mitar­beit­er durch plaka­tive Hautschutz­pläne darauf hingewiesen wer­den, wie und welche Pro­duk­te anzuwen­den sind.
Anwen­dung von Schutzhand­schuhen und Hautmitteln
Der Anwen­der ist nach § 15 Arbeitss­chutzge­setz dazu verpflichtet, die zur Ver­fü­gung gestell­ten Schutzhand­schuhe und Haut­mit­tel zu ver­wen­den. Fol­gen­des gilt es zu beachten:
  • Bevor Schutzhand­schuhe und Haut­mit­tel angewen­det wer­den, müssen die Hände gründlich gewaschen und abgetrock­net werden.
  • Ein Paar Schutzhand­schuhe nicht über einen lan­gen Zeitraum (> 2 h) unun­ter­brochen tragen.
– Durch­dringungszeit beachten.
– Sind lange Tragezeit­en erforder­lich, zwis­chen­durch zwis­chen 2 bis 3 Hand­schuh­paaren wechseln.
– Bei starkem Schwitzen die Schutzhand­schuhe ausziehen, die Hände trock­nen und anschließend neue Schutzhand­schuhe verwenden.
  • Um ein Ein­fließen von Flüs­sigkeit­en in den Hand­schuh zu unterbinden, sollte der Stulpen­rand des Hand­schuhs umgeschla­gen werden.
  • Reini­gen Sie die Hand­schuhe vor dem Ausziehen:
– Nach Kon­takt mit Far­ben, Pig­menten etc. soll­ten die Hand­schuhe mit einem Lösungsmit­tel getränk­ten Tuch – am besten Papiertüch­er, die nach­fol­gend entsorgt wer­den – abgewis­cht und anschließend getrock­net werden.
– Nach Kon­takt mit Lösungsmit­teln soll­ten die Hand­schuhe vor dem Ausziehen am besten mit Papiertüch­ern, die nach­fol­gend entsorgt wer­den, trock­en gerieben werden.
– Nach Kon­takt mit Säuren / Basen sollte der Hand­schuh unter fließen­dem Wass­er abge­waschen und trock­en gerieben werden.
Beim Ausziehen des Hand­schuhs sollte dessen Außen­seite nicht in Kon­takt mit der Haut kom­men (Kon­takt mit Schadstoff!)
– Stulpe umschla­gen (soweit noch nicht geschehen) und den Hand­schuh nach vorne abstreifen.
  • Nach dem Tra­gen von Hand­schuhen soll­ten die Hände mit Wass­er und ggf. mit einem milden Lösungsmit­tel und reibekör­per­freien Reini­gungsmit­tel gesäu­bert wer­den. Anschließen soll­ten Hautpflegecremes angewen­det werden.
  • Vor dem erneuten Tra­gen von Schutzhand­schuhen sollte sichergestellt wer­den, dass diese innen trock­en sind.
  • Beschädigte Hand­schuhe müssen entsorgt werden.
Hautschutz- und Hautpflegemit­tel kön­nen nur dann opti­mal wirken, wenn sie kor­rekt auf die gesunde, saubere Haut aufge­tra­gen wer­den. Dies wird allzu oft in der Prax­is nicht aus­re­ichend beachtet. Beson­ders häu­fig wer­den die Fin­gerzwis­chen­räume und Fin­gerkup­pen / Nagelfalz vergessen. Das sind ger­ade die Areale, an denen sich irri­ta­tive Ein­wirkun­gen erst­mals bemerk­bar machen, so dass es trotz Hautschutzmit­tel zu Hauter­schei­n­un­gen kom­men kann.
Wird ein Hautschutzmit­tel als „schlecht einziehend“ oder „zu fet­tig“ beze­ich­net, dann liegt dies häu­fig allein an der falschen Ein­creme­tech­nik. Durch kor­rek­te Anwen­dung eines Haut­mit­tels kön­nen daher Hauterkrankun­gen und Akzep­tanzprob­leme ver­mieden werden:
  • Creme auf den sauberen und trock­e­nen Han­drück­en auf­tra­gen (Strang von 1 – 1,5 cm).
  • Creme zwis­chen bei­den Han­drück­en gle­ich­mäßig verteilen.
  • Creme mit den Fin­gern der einen Hand von oben in den Fin­gerzwis­chen­räu­men der anderen Hand verreiben.
  • Creme sorgfältig in den Bere­ichen Nagel­bett, Nagelfalz, Fin­gerkup­pen und Handge­lenke einmassieren.
  • Restliche Creme in den Hand­in­nen­flächen ver­reiben und zum Schluss mit den Fin­gernägeln mit leichtem Druck über die Hand­in­nen­flächen kratzen.
Weit­er­hin wichtig:
  • Haut­mit­tel kön­nen nur auf gesun­der Haut opti­mal wirken.
  • Hautschutzpro­dukt je nach Belas­tung mehrmals täglich auf­tra­gen (z.B. nach Pausen).
  • Die Hautpflege spielt – ins­beson­dere wenn häu­fig und über lange Zeiträume Schutzhand­schuhe getra­gen wer­den müssen – eine tra­gende Rolle zur Gesun­der­hal­tung der Haut.
  • Hautpflegemit­tel immer vor Pausen und nach der Arbeit auftragen.
  • Nachts ist die Haut kein­er Belas­tung aus­ge­set­zt. Dieser Zeitraum ist ide­al geeignet, um die Regen­er­a­tions­mech­a­nis­men der Haut durch Pflege­pro­duk­te zu unter­stützen und deren Bar­ri­ere­funk­tion dauer­haft zu erhalten.
  • Die Hautreini­gung sollte so scho­nend wie möglich erfolgen.
– Hautreini­gungsmit­tel mit Reibekör­pern oder Lösungsmit­teln soll­ten gemieden und nur bei stärk­sten Ver­schmutzun­gen einge­set­zt werden.
– Von der Ver­wen­dung ein­er Wurzel­bürste wird drin­gend abgeraten.
  • Um das Reini­gungsmit­tel sparsam zu ver­wen­den und auch starke Ver­schmutzung möglichst scho­nend zu ent­fer­nen, wird fol­gende Waschtech­nik empfohlen:
  • Grobe Ver­schmutzun­gen zuerst mit Papiertüch­ern entfernen.
  • Ver­schmutzte Hände nicht anfeuchten.
  • Geringe Menge Reini­gungsmit­tel ent­nehmen und ohne Wass­er gründlich auf der Haut verreiben.
  • Ver­schmutzung anlösen und mit wenig Wass­er weit­er waschen.
  • Anschließend Hände mit viel Wass­er gründlich abspülen.
  • Hände mit einem sauberen Tuch, ide­al­er­weise Papier­tuch, sorgfältig abtrocknen.
  • Hautschutz oder Hautpflegemit­tel auftragen.
Unter­weisung und Dokumentation
Nach der Gefährdungser­mit­tlung ist der Arbeit­ge­ber gemäß § 14 der Gefahrstof­fverord­nung verpflichtet, die Beschäftigten mündlich zu unter­weisen und eine schriftliche Betrieb­san­weisung zu erstellen. Der Arbeit­ge­ber muss seine Mitar­beit­er auf die Gefahren hin­weisen, ihnen die präven­tiv­en Maß­nah­men erk­lären und über­prüfen, ob sie diese Maß­nah­men auch kor­rekt umset­zen. Eine unzure­ichende oder unqual­i­fizierte Unter­weisung zählt nach § 5, Abs. 3, Punkt 5 Arb­SchG zu ein­er der häu­fig­sten Gefährdungen.
Die mündliche Unter­weisung der Mitar­beit­er zu Haut­ge­fährdun­gen und Hautschutz­maß­nah­men muss min­destens ein­mal jährlich erfol­gen. Dabei bieten Anwen­dungsempfehlun­gen und Aufk­lärungs­filme der Her­steller und der Beruf­sgenossen­schaften eine wertvolle Unter­stützung. Beruf­sgenossen­schaften bieten teil­weise auch Sem­i­nare und kosten­lose Durch­führung der Unter­weisun­gen an. Auch vorhan­dene Betrieb­san­weisun­gen kön­nen in die Aufk­lärung mit ein­be­zo­gen wer­den. Zur Steigerung der Aufmerk­samkeit bieten sich auch spezielle Hautschutz-Aktio­nen, wie ein Hautschutz­tag an. Auch hier unter­stützen die Berufsgenossenschaften.
Die Betrieb­san­weisung enthält Infor­ma­tio­nen zu Gefahrstof­fen an sich, aber auch zu Hygien­evorschriften, Schutz­maß­nah­men sowie Infor­ma­tio­nen zum Tra­gen und Benutzen der per­sön­lichen Schutzaus­rüs­tung. Die Betrieb­san­weisung sollte an entsprechen­der Stelle einen Hin­weis auf den Hand-/Hautschutz­plan enthalten.
Gemäß TRGS 555 müssen in der Betrieb­san­weisung auch die Maß­nah­men zum Schutz vor Gefahrstof­fen, unterteilt in tech­nis­che und organ­isatorische Maß­nah­men, per­sön­liche Schutzaus­rüs­tung und Arbeit­shy­giene, beschrieben wer­den. An dieser Stelle kön­nen jedoch nur kurze Angaben, wie „falls erforder­lich Schutzhand­schuhe tra­gen“ getrof­fen werden.
Erstel­lung von Hand-/Hautschutz­plä­nen
Ein gut aus­gear­beit­eter Hautschutz­plan ergänzt die Betrieb­san­weisung sin­nvoll. In der Prax­is soll der Hand-/Hautschutz­plan den Mitar­beit­er über das an seinem Arbeit­splatz und für seine Tätigkeit geeignete Schutzkonzept informieren und ihm Unter­stützung in der Anwen­dung geben. Gle­ichzeit­ig sollte er eine „Erin­nerungs­funk­tion“ verkör­pern, um den Anwen­der immer wieder auf die Anwen­dung hinzuweisen. Voraus­set­zung dafür ist, dass er nicht „zu den Unter­la­gen geheftet“ wird, son­dern wie für alle Mitar­beit­er sicht­bar an den Wasch­plätzen im Betrieb aus­ge­hängt wird.
Ger­ade weil Hand-/Hautschutz­maß­nah­men die let­zte Möglichkeit des Gesund­heitss­chutzes sind, soll­ten im Hautschutz­plan alle notwendi­gen Infor­ma­tio­nen enthal­ten sein. Dies bein­hal­tet nicht nur die Auflis­tung von Pro­duk­ten zum Hautschutz, zur Hautreini­gung und zur Hautpflege für einen bes­timmten Tätigkeits­bere­ich, son­dern auch Hin­weise zu deren Anwen­dung und Erk­lärun­gen zu weit­eren Pro­duk­ten, die zusam­men oder in Kom­bi­na­tion mit dem Hautschutzkonzept angewen­det wer­den. Das bedeutet auch, Angaben zu Schutzhand­schuhen (Pro­dukt, Erk­lärung der Anwen­dung) und gegebe­nen­falls zur Desin­fek­tion anzuführen.
Die Erstel­lung der Hand-/Hautschutz­pläne sollte generell jew­eils in ein­er Kooperation
  • des unmit­tel­baren Arbeitsplatzverantwortlichen,
  • des Ver­ant­wortlichen für Arbeitssicherheit,
  • des Ver­ant­wortlichen für arbeitsmedi­zinis­che Betreuung,
  • des Betrieb­srates,
  • der Geschäfts­führung sowie
  • eines Beraters des/der Hersteller/s der Schutzprodukte
erfol­gen.
Es soll­ten vor­ab qual­i­fizierte Prax­is­tests durchge­führt wer­den, in denen sich die Eig­nung der Pro­duk­te bestätigt. Damit sind auch die Mitar­beit­er eingebunden.
Ein für den Anwen­der prax­is­na­her und infor­ma­tiv­er Hautschutz­plan sollte fol­gende Infor­ma­tio­nen enthalten:
  • Betrieb­s­bere­ich – Arbeitsver­fahren, Tätigkeit und/oder Arbeitsstoff
  • Präzise Beze­ich­nung der einge­set­zten Pro­duk­te, ggf. mit Abbildungen
  • Zeitliche Abfolge und Zeit­punkt der Benutzung
  • Lis­tung der für diesen Tätigkeits­bere­ich geeigneten Hautschutz-/-pflege-/-reini­gungsmit­tel sowie Schutzhand­schuhe und ggf. Desinfektionsmittel
  • Anwen­dung­sh­in­weise der Schutzpro­duk­te, wie Tech­nik des Ein­cre­mens oder Lagerung von Schutzhandschuhen
  • Ver­hal­ten bei Hauterscheinungen
  • Beschaf­fungsstelle
  • Ansprech­part­ner bei Fra­gen (Name, Tel.-Nr.)
Motivierend für Anwen­der sind betrieb­seigene Fotos auf dem Hand-/Hautschutz­plan, die die gelis­teten Schutzpro­duk­te in der betrieblichen Prax­is zeigen. Die Mitar­beit­er erken­nen sich und ihre Tätigkeit wieder. Durch diese ein­fache Maß­nahme erhält er das Gefühl, aktiv an den Hand­schutz­maß­nah­men mit­gewirkt zu haben. Dies erhöht die Bere­itschaft, Schutzpro­duk­te einzusetzen.

Unternehmen
Six sens­es unter­stützt bei der Gefährdungser­mit­tlung, der Doku­men­ta­tion, der Erstel­lung von Betrieb­san­weisun­gen und Hand-/Hautschutz­plä­nen sowie bei der Unter­weisung. Das geschieht sowohl kom­plett als auch in Teil­bere­ichen. Möglich ist auch, dass das Unternehmen in Vor­leis­tung des Sicher­heitsin­ge­nieurs tritt – und zwar unter Aus­nutzung bere­its vorhan­den­er Check­lis­ten und Doku­men­ta­tio­nen. Six sens­es schlägt geeignete Pro­duk­te (mit Pro­duk­t­nen­nung) vor. Wahlweise wer­den auch neu­trale Pläne mit exak­ter Beschrei­bung der Pro­duk­te erstellt. So hat der Einkäufer die Möglichkeit, seine Einkaufs­be­din­gun­gen zu opti­mieren, ohne Gefahr zu laufen, qual­i­ta­tive – und damit sicher­heit­srel­e­vante – Ein­bußen hin­nehmen zu müssen.
Anzeige
Gewinnspiel

Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abonnieren

Meistgelesen

Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 4
Ausgabe
4.2021
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 4
Ausgabe
4.2021
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de