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Studie zeigt, dass Sport vor Entstehung einer Depression schützt

Depression
Körperliche Aktivität schützt

Jetzt auch wissenschaftlich belegt: Sport hebt die Stimmung. (Foto: Christian Schwier - stock.adobe.com)
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Eine inter­na­tionale Großs­tudie belegt, dass kör­per­liche Aktiv­ität vor der Entste­hung ein­er Depres­sion schützen kann. Erst­mals kon­nte nachgewiesen wer­den, dass auch im weltweit­en Ver­gle­ich die pos­i­tiv­en Auswirkun­gen von sportlich­er Bewe­gung unab­hängig von Alter und Herkun­ft fest­stell­bar sind. 

Ein inter­na­tionales Forscherteam, welchem unter anderem Wis­senschaftler des Black Dog Insti­tutes, der Uni­ver­si­ty of New South Wales in Syd­ney und des NICM Health Research Insti­tutes der West­ern Syd­ney Uni­ver­si­ty ange­hören, hat her­aus­ge­fun­den, dass kör­per­liche Betä­ti­gung dem Aufkom­men von Depres­sio­nen ent­ge­gen­wirkt, unab­hängig von Alter, kör­per­lichem Zus­tand und Herkun­ft. Darauf weist das Insti­tut Ranke-Heine­mann / Aus­tralisch-Neuseeländis­ch­er Hochschul­ver­bund hin.

Die Wis­senschaftler aus Brasilien, Bel­gien, Aus­tralien, den USA, dem Vere­inigten Kön­i­gre­ich und Schwe­den haben Daten­sätze aus 49 einzel­nen Kohort­en­stu­di­en zusam­menge­fasst, bei denen unter­sucht wurde, ob kör­per­liche Aktiv­ität bei Men­schen ohne psy­chis­che Erkrankun­gen zu einem reduzierten Risiko führte, Depres­sio­nen zu entwick­eln. Ins­ge­samt wur­den die Angaben von 266.939 Per­so­n­en (47% männliche Stu­di­en­teil­nehmer) erhoben und die Befra­gun­gen im Durch­schnitt nach 7,4 Jahren wiederholt.

Die Auswer­tung der Dat­en kon­nte bele­gen, dass Teil­nehmer, die sich nur wenig bewegten, ein größeres Risiko hat­ten, eine Depres­sion zu entwick­eln, als die Teil­nehmer, die eine hohe kör­per­liche Aktiv­ität aufwiesen. Darüber hin­aus kon­nten die Wis­senschaftler fest­stellen, dass dieser schützende Effekt bei Jugendlichen, Erwach­se­nen und Älteren in Europa, Nor­dameri­ka und Ozeanien gle­icher­maßen auftritt.

Die Ergeb­nisse stim­men mit der „Exer­cise Your Mood“-Woche des Black Dog Insti­tutes übere­in, welche die Aus­tralier dazu auf­fordert, ihre geistige Gesund­heit durch kör­per­liche Aktiv­ität zu verbessern. In ein­er aktuellen Studie des Black Dog Insti­tutes und der UNSW kon­nten Wis­senschaftler bele­gen, dass 12 Prozent der Depres­sio­nen durch nur eine Stunde sportlich­er Aktiv­ität pro Woche hät­ten ver­hin­dert wer­den können.

Der Co-Autor und Senior Research Fel­low Dr. Simon Rosen­baum meint dazu: „Am wichtig­sten ist es, nun sicherzustellen, dass diese über­wälti­gen­den Ergeb­nisse zu angemesse­nen Richtlin­ien führen. Sie sollen helfen, Ein­rich­tun­gen zu verbessern, die zu Depres­sio­nen neigen­den Mit­glieder unser­er Gesellschaft unter­stützen, an Pro­gram­men zur Steigerung der kör­per­lichen Aktiv­ität teilzunehmen“.

Dr. Felipe Bar­reto Schach von der Uni­ver­si­dad La Salle aus Brasilien und lei­t­en­der Autor sagt: „Es han­delt sich hier­bei um die erste weltweite Meta­analyse, die beweist, dass die bloße kör­per­liche Aktiv­ität förder­lich dafür ist, die gesamte Bevölkerung vor Depres­sio­nen zu schützen“. Der Co-Autor Dr. Bren­don Stubbs fügt hinzu: „Unsere Analyse von über ein­er vier­tel Mil­lio­nen Men­schen macht ganz deut­lich, dass Men­schen, die einen aktiv­en Lebensstil pfle­gen, weniger wahrschein­lich eine Depres­sion entwick­eln wer­den. Hier­bei wurde deut­lich, dass ein hohes Maß von kör­per­lich­er Aktiv­ität für Kinder, Erwach­sene und ältere Erwach­sene eine Schutz­funk­tion hat und es dabei nicht auf die Herkun­ft oder andere Fak­toren wie Body Mass Index, Rauchen oder den all­ge­meinen kör­per­lichen Gesund­heit­szu­s­tand ankommt.“

„Neben der Vielzahl an weit­eren Vorteilen, die die kör­per­liche Aktiv­ität mit sich bringt, kön­nen unsere Erken­nt­nisse dazu führen, die kör­per­liche Betä­ti­gung im Laufe des Lebens auf der Pri­or­itäten­liste neu zu posi­tion­ieren.“ Dr. Joseph Firth vom NICM Health Research Insti­tute der West­ern Syd­ney Uni­ver­si­ty meint dazu: „Die überzeu­gen­den Beweise, die wir hier vor­brin­gen kon­nten, liefern die auss­chlaggeben­den Argu­mente, um Men­schen in der Schule, am Arbeit­splatz und in ihrer Freizeit dazu zu brin­gen, sich mehr zu bewe­gen.“ Weit­ere Stu­di­en sind schon geplant, um das Min­dest­maß an kör­per­lich­er Aktiv­ität und den Effekt der ver­schiede­nen Arten der kör­per­lichen Betä­ti­gung zu ermit­teln, um das Risiko Depres­sio­nen zu erlei­den, dauer­haft zu reduzieren.“

Die Erken­nt­nisse wur­den als Studie im »The Amer­i­can Jour­nal of Psy­chi­a­try« (https://doi.org/10.1176/appi.ajp.2018.17111194) veröf­fentlicht.

 

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