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Ex-Bereiche kenn­zeich­nen

Das 1x1 im Explosionsschutz
Ex-Bereiche kenn­zeich­nen

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Ist es nach der Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung für einen bestehen­den oder neu geplan­ten Arbeits­be­reich nicht möglich, die Bildung explo­si­ons­fä­hi­ger Atmo­sphäre zu vermei­den, ist dies kennt­lich zu machen. Doch immer wieder taucht die Frage auf, wie explo­si­ons­ge­fähr­dete Berei­che rich­tig gekenn­zeich­net werden.

Patrick Dyrba, M.Sc.Dyrba & Kolle­gen Explo­si­ons­schutz GmbH

Dazu muss zunächst geklärt werden, was ein explo­si­ons­ge­fähr­de­ter Bereich ist. Ein erster Hinweis findet sich in der Gefahr­stoff­ver­ord­nung (GefStoffV) Anhang I, Nummer 1.6. Demnach handelt es sich um Arbeits­be­rei­che, in denen gefähr­li­che explo­si­ons­fä­hige Atmo­sphäre auftre­ten kann. Laut der Tech­ni­schen Regel für Betriebs­si­cher­heit TRBS 2152 Teil 1 und der Tech­ni­schen Regel für Gefahr­stoffe TRGS 721 entsteht die explo­si­ons­fä­hige Atmo­sphäre durch einen brenn­ba­ren Stoff in Form von Gasen, Dämp­fen, Nebeln oder Stäu­ben. Der Stoff muss in einer feinen Vertei­lung und die Konzen­tra­tion im Gemisch mit der Luft inner­halb der Explo­si­ons­gren­zen liegen. Von einer gefähr­li­chen explo­si­ons­fä­hi­gen Atmo­sphäre wird dann gespro­chen, wenn diese in einer gefahr­dro­hen­den Menge vorliegt und bei einer mögli­chen Entzün­dung die Sicher­heit und Gesund­heit der Beschäf­tig­ten oder Drit­ter beein­träch­tigt werden kann.

Als nächs­tes kann durch Heran­zie­hen des Explo­si­ons­schutz­kon­zep­tes oder
des Explo­si­ons­schutz­do­ku­men­tes fest­ge­stellt werden, welche Berei­che in Zonen einge­teilt wurden. Die Eintei­lung der Zonen erfolgt dabei nach der Wahr­schein­lich­keit des Auftre­tens explo­si­ons­fä­hi­ger Atmo­sphäre.

Die Zugänge der ermit­tel­ten explo­si­ons­ge­fähr­de­ten Berei­che sind mit dem Warn­zei­chen nach Anhang III der Richt­li­nie 1999/92/EG zu kenn­zeich­nen. Dazu gibt es folgende Erken­nungs­merk­male:

  • Form: drei­eckig
  • Gestal­tung: schwarze Buch­sta­ben auf gelbem Grund, schwar­zer Rand

Die Sicher­heits­farbe Gelb muss mindes­tens 50 Prozent der Ober­flä­che des Zeichens ausma­chen. Über die Unter­wei­sung der Mitar­bei­ter muss sicher­ge­stellt werden, dass die Kenn­zeich­nung und deren Bedeu­tung eindeu­tig verstan­den wird.

In vielen Betrie­ben haben sich folgende Vari­an­ten bewährt:

  • Anbrin­gen des Warn­schil­des an Absper­run­gen wie zum Beispiel in Raffi­ne­rien, bei denen die Zufahrts­wege durch Ketten oder Schran­ken und das Warn­schild abge­sperrt sind,
  • Anbrin­gen eines Zusatz­schil­des mit der Bezeich­nung der Zone unter dem Warn­schild an der Tür, durch die man den explo­si­ons­ge­fähr­de­ten Bereich betritt,
  • Kenn­zeich­nung des explo­si­ons­ge­fähr­de­ten Berei­ches auf dem Fußbo­den um eine Anlage,
  • Darstel­lung auf Plänen, die vor den Eingän­gen zu den explo­si­ons­ge­fähr­de­ten Räumen aufge­hängt werden.

Müssen Betriebs­mit­tel in den explo­si­ons­ge­fähr­de­ten Bereich einge­bracht werden, ist zu prüfen, ob bei den erfor­der­li­chen Kenn­zeich­nun­gen mindes­tens das sechs­eckige Ex-Symbol auf diesen ange­bracht ist.


Explosionsschutz Grafik: © Dyrba/Heymanns

Das Wich­tigste in Kürze

  • Warn­zei­chen an Zugän­gen zu explo­si­ons­ge­fähr­de­ten Berei­chen anbrin­gen.
  • Umfasst ein explo­si­ons­ge­fähr­de­ter Bereich nicht den gesam­ten Raum, kann dieser mit einer gelb-schwarzen Schraf­fur gekenn­zeich­net werden – zum Beispiel auf dem Boden.
  • Weitere Erläu­te­run­gen, die beispiels­weise auf die Art und Häufig­keit des Auftre­tens der gefähr­li­chen explo­si­ons­fä­hi­gen Atmo­sphäre hinwei­sen, können zum Warn­zei­chen hinzu­ge­fügt werden.
  • In explo­si­ons­ge­fähr­dete Berei­che dürfen keine wirk­sa­men Zünd­quel­len einge­bracht werden!
  • Zusätz­lich können Verbots­zei­chen wie „Zutritt für Unbe­fugte verbo­ten“, „Rauchen verbo­ten“ oder „Keine offene Flamme“ ange­bracht werden.
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