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Wasserspender: Hygieneregeln beachten

Wasserspender
Hygie­ne­re­geln beach­ten

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Der Betrieb von Wasser­spen­dern, die an Leitun­gen ange­schlos­sen sind, ist rela­tiv unkom­pli­ziert. Dage­gen kann es bei soge­nann­ten frei­ste­hen­den Gerä­ten, in denen das Wasser in großen Behäl­tern lagert, eher zu Verun­rei­ni­gun­gen kommen. Deshalb sind einige Dinge bei Anschaf­fung, Aufstel­len und Wartung zu berück­sich­ti­gen.

Verena Manek

Genug zu trin­ken ist wich­tig. Wasser­man­gel kann zu schnel­le­rer Ermü­dung und Unkon­zen­triert­heit führen, im schlimms­ten Fall auch die Gesund­heit schä­di­gen. Seit eini­gen Jahren stehen in manchen Praxen, öffent­li­chen Einrich­tun­gen, aber auch Unter­neh­men als Service Wasser­spen­der, aus denen sich jeder bedie­nen kann. Es gibt sie mit direk­tem Anschluss an die Trink­was­ser­in­stal­la­tion des Gebäu­des – zu kaufen oder auch zu mieten, mit regel­mä­ßi­gem Wartungs­ser­vice.

Die Herstel­ler stel­len den Umwelt­nut­zen und die Kosten­ein­spa­rung durch die Geräte heraus, die ja das Leitungs­was­ser nutzen. So müssen keine Wasser­fla­schen mehr gekauft und an- sowie abtrans­por­tiert werden. Nun könnte man auch direkt Leitungs­was­ser trin­ken, schließ­lich wurde dessen hohe Quali­tät in Deutsch­land mehr­fach nach­ge­wie­sen. Aber eini­gen Menschen schmeckt das nicht. Und die meis­ten Wasser­spen­der bieten sowohl stil­les, als auch kohlen­säu­re­hal­ti­ges Wasser, jeweils gekühlt und in Zimmer­tem­pe­ra­tur. Die Herstel­ler werben außer­dem mit verschie­de­nen Filter­sys­te­men, die mögli­cher­weise im Wasser enthal­tene Stoffe heraus­fil­tern sollen.

Damit Keime sich nicht vermeh­ren

Dane­ben gibt es soge­nannte frei­ste­hende Wasser­spen­der. In diesen wird das Wasser in großen Gallo­nen vorrä­tig gehal­ten. Wer sie aufstellt, ist für die Sicher­heit des abge­ge­be­nen Wassers mitver­ant­wort­lich. Das Bundes­in­sti­tut für Risi­ko­be­wer­tung (BfR) hat ein Merk­blatt für den hygie­ni­schen Betrieb von frei­ste­hen­den Wasser­spen­dern heraus­ge­ge­ben. Denn in ihnen steht das Wasser eine längere Zeit, darin enthal­tene Keime können sich, etwa bei Erwär­mung, vermeh­ren. Außer­dem können Krank­heits­er­re­ger über den Auslauf­hahn in das Wasser gelan­gen, weshalb lieber Geräte mit innen­lie­gen­dem Hahn genutzt werden soll­ten, bei denen die Trink­be­cher nicht mit dem Zapf­hahn in Berüh­rung kommen können. Unge­nutzte Trink­be­cher soll­ten vor Verun­rei­ni­gun­gen geschützt sein, und benutzte Becher soll­ten nicht neben dem Gerät abge­stellt werden können.

Weiter empfiehlt das BfR:

  • Die Anwei­sun­gen des Herstel­lers zu Betrieb, Bedie­nung, Reini­gung, Desin­fek­tion und Wartung beach­ten. Für den Wasser­spen­der zustän­dige Perso­nen soll­ten vom Liefe­ran­ten in den ordnungs­ge­mä­ßen Umgang mit dem Gerät einge­wie­sen werden.
  • Die Geräte nur in trocke­nen und staub­ar­men Räumen und nicht zu nah am Boden aufstel­len. Für Reini­gung und Wartung muss genü­gend Platz vorhan­den sein.
  • Die Wasser­spen­der nicht in der Nähe von Heizun­gen oder an Orte stel­len, wo sie der Sonnen­ein­strah­lung ausge­setzt sind, damit das Wasser sich nicht erwärmt.
  • Die Geräte regel­mä­ßig, nach Herstel­ler­an­ga­ben, mit den vom Herstel­ler ange­ge­be­nen Mitteln reini­gen und desin­fi­zie­ren.
  • Auffang­be­häl­ter für das Tropf­was­ser täglich leeren und reini­gen.
  • Wasser­be­häl­ter recht­zei­tig austau­schen. Sofern sie keinen Ster­il­luft­fil­ter enthal­ten, soll­ten sie spätes­tens nach 14 Tagen ausge­tauscht werden.
  • Betrei­ber von frei­ste­hen­den Wasser­spen­dern soll­ten alle Maßnah­men zur Risi­ko­mi­ni­mie­rung, wie Reini­gung, Desin­fek­tion, Behäl­ter­wech­sel, doku­men­tie­ren oder von der Wartungs­firma doku­men­tie­ren lassen.

Wie viel trin­ken?

Unser Körper besteht unge­fähr zur Hälfte aus Wasser. Es regelt verschie­dene Funk­tio­nen, regu­liert die Körper­tem­pe­ra­tur und trans­por­tiert Nähr­stoffe. Über die Niere werden Abbau­pro­dukte mit dem Urin ausge­schie­den. Auch beim Atmen und Schwit­zen
verliert der Körper Wasser. Deshalb muss man ausrei­chend und regel­mä­ßig trin­ken. Darauf weist die Deut­sche Gesell­schaft für
Ernäh­rung in Bonn hin. Bei Erwach­se­nen soll­ten es rund 1,5 Liter am Tag sein, auf jeden Fall nicht weni­ger als ein Liter, bei Hitze oder körper­li­cher Anstren­gung natür­lich mehr. Zu bevor­zu­gen sind unge­süßte Getränke, also am besten Wasser, Kräuter- oder Früch­te­tee oder Saft­schor­len aus über­wie­gend Wasser. Kaffee und schwar­zer Tee können der Trink­bi­lanz zwar zuge­zählt werden, sind aber vor allem Genuss­mit­tel.

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