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Außerordentliche Kündigung unwirksam

Kein Zwang zur Tele­ar­beit

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Der Arbeit­ge­ber ist nicht allein wegen seines arbeits­ver­trag­li­chen Weisungs­rechts berech­tigt, dem Arbeit­neh­mer einen Tele­ar­beits­platz zuzu­wei­sen. Lehnt der Arbeit­neh­mer die Ausfüh­rung der Tele­ar­beit ab, liegt deshalb keine beharr­li­che Arbeits­ver­wei­ge­rung vor. Eine aus diesem Grund ausge­spro­chene Kündi­gung ist unwirk­sam. Dies hat das Landes­ar­beits­ge­richt (LArbG) Berlin-Brandenburg entschie­den. Der Kläger war bei der Beklag­ten als Inge­nieur beschäf­tigt. Sein Arbeits­ver­trag enthielt keine Rege­lun­gen zu einer Ände­rung des Arbeits­orts. Nach einer Betriebs­schlie­ßung wurde ihm von seinem Arbeit­ge­ber ange­bo­ten, seine Tätig­keit im „Home-Office“ zu verrich­ten. Nach­dem der Mann hierzu nicht bereit war, kündigte der Arbeit­ge­ber das Arbeits­ver­hält­nis frist­los aus wich­ti­gem Grund. Das LArbG hielt die Kündi­gung für unwirk­sam. Der Arbeit­neh­mer sei arbeits­ver­trag­lich nicht verpflich­tet gewe­sen, die ihm ange­bo­tene Tele­ar­beit zu verrich­ten. Denn die Umstände der Tele­ar­beit unter­schie­den sich in erheb­li­cher Weise von denje­ni­gen einer Tätig­keit, die in einer Betriebs­stätte zu verrich­ten sei.

(Urteil des Landes­ar­beits­ge­richts Berlin-Brandenburg vom 10.10.2018, Az. 17 Sa 562/18)

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