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Unfall­da­ten­bank für PSAgA

Unfälle gezielt verhindern
Unfall­da­ten­bank für PSAgA

Abb. 1: Beispiel einer Unfallsituation bei der Benutzung eines Verbindungsmittels mit Falldämpfer Quelle: DGUV, BGI 515
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Um Unfälle zu vermei­den, kann und sollte aus Erfah­run­gen gelernt werden. Auswer­tun­gen von Unfall­ge­sche­hen helfen somit, präven­tiv Maßnah­men ergrei­fen zu können. Der Fach­aus­schuss PSA (FA PSA) hat seit Kurzem eine anony­mi­sierte Unfall­da­ten­bank zur Erfas­sung und Auswer­tung einge­rich­tet.

Da eine geeig­nete Unfall­sta­tis­tik zur Auswer­tung von Unfäl­len im Zusam­men­hang mit dem Einsatz von Persön­li­chen Schutz­aus­rüs­tun­gen gegen Absturz/Rettungsausrüstungen bislang fehlt, hat der Fach­aus­schuss „Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tun­gen (PSA)“ seit Kurzem eine Erfassungs- und Auswer­tungs­me­thode auf seiner Inter­net­seite (www.dguv.de/psa) veröf­fent­licht.
Erkennt­nisse über die nähe­ren Zusam­men­hänge des Unfall­her­gangs insbe­son­dere durch
  • Versa­gen der Schutz­aus­rüs­tung,
  • nicht bestim­mungs­ge­mä­ßer Benut­zung, und
  • mensch­li­chem Fehl­ver­hal­ten
sind im Hinblick auf die Redu­zie­rung des Unfall­ge­sche­hens Voraus­set­zun­gen für die Einlei­tung von Maßnah­men zur Opti­mie­rung des Designs der Schutz­aus­rüs­tung, Verbes­se­rung der Benut­zungs­hin­weise und Sensi­bi­li­sie­rung und Stei­ge­rung der Moti­va­tion der Benut­zer. Aus diesen Grün­den ist mit dieser Daten­bank auch eine Erfas­sung und Auswer­tung von Unfäl­len ohne Verlet­zungs­fol­gen oder kurzer Arbeits­un­fä­hig­keit (nicht länger als drei Tage) und Beina­he­un­fäl­len möglich. Diese werden in der Regel in den Statis­ti­ken der Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger (UVT) nicht erfasst.
Anony­mi­tät gewähr­leis­tet
Anhand eines Melde­bo­gens (s. Abb. 3) werden unter ande­rem neben der Beschrei­bung des Unfall­her­gangs und der Unfall­ur­sa­che, die Tätig­keit zum Unfall­zeit­punkt und die verwen­dete Ausrüs­tung erfasst. Es können Unfall­ereig­nisse ab dem Jahr 2000 gemel­det werden.
Die Meldun­gen für diese Unfall­da­ten­bank werden nicht als Unfall­mel­dung im Sinne der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung gese­hen. Aus diesen Grün­den erfolgt die Auswer­tung nicht durch einen UVT, sondern durch den FAPSA“. Eine Weiter­lei­tung der Meldun­gen an einen UVT ist nicht vorge­se­hen.
Die Unfall­mel­dun­gen werden nach einer Plau­si­bi­li­täts­kon­trolle und entspre­chen­der Aufbe­rei­tung für eine einheit­li­che Erfas­sung in einer Daten­bank doku­men­tiert. In jähr­li­chen Abstän­den ist eine Veröf­fent­li­chung der Auswer­tung der Daten­bank geplant.
Vorge­hens­weise
Die Meldung kann durch den Verun­fall­ten, Unfall­zeu­gen oder Unfall unter­su­chende Perso­nen der Betriebe bzw. staat­li­chen Aufsichts­be­hör­den und der Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger erfol­gen. Die Über­mitt­lung des Melde­bo­gens an den FAPSA“ ist per E‑Mail oder posta­lisch möglich.
Betei­li­gen Sie sich
Umfas­sende Präven­tion braucht viele Betei­ligte. Der Fach­aus­schuss Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tun­gen sieht mit der Einrich­tung dieser Unfall­da­ten­bank eine gute Möglich­keit die Präven­ti­ons­ar­beit zu opti­mie­ren. Nutzen Sie die Möglich­keit und unter­stüt­zen den Fach­aus­schuss bei seiner Arbeit und melden die Ihnen bekann­ten Unfälle im Zusam­men­hang mit der Benut­zung von PSA gegen Absturz bzw. Rettungs­aus­rüs­tun­gen.
Nähere Auskünfte zur Unfall­da­ten­bank sind über den Verfas­ser erhält­lich.
Autor
Dipl.-Ing. Wolf­gang Schäper
Obmann des Sach­ge­bie­tes „PSA gegen Absturz/Rettungsausrüstungen“ im Fach­aus­schuss „Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tun­gen“ E‑Mail: Wolfgang.Schaeper@bgbau.de
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