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Evaluation der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung
Kann man „Psyche“ evaluieren?

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Expliz­it seit 2013 gefordert, impliz­it seit 1996: Die Gefährdungs­beurteilung psy­chis­ch­er Belas­tung. Doch immer noch ist diese qua­si mys­tisch ver­brämt und viele Unsicher­heit­en ranken sich darum, wie diese denn durchzuführen ist. Und was sich daraus ergibt, wenn die ersten Schritte getan wur­den. Und ob es sich denn lohnt, diese zu machen.

Der Leit­satz „bet­ter safe than sor­ry“ zählt laut Jar­dine et al. (2003) zu den zehn gold­e­nen Regeln der all­ge­meinen Risikobe­w­er­tung. Sin­ngemäß auf Deutsch über­set­zt – „dop­pelt genäht hält bess­er“ – wird die Inten­tion dieses Leit­satzes dur­chaus klar, aber weniger präg­nant als eigentlich gemeint. Er soll zum Aus­druck brin­gen, dass ger­ade dann, wenn das Aus­maß ein­er Risiko­ex­po­si­tion zum Teil oder auch gän­zlich unbekan­nt ist, beson­dere Vor­sicht geboten ist.

In Bezug auf den Arbeits- und Gesund­heitss­chutz also schon eher wörtlich über­set­zt: Lieber sich­er sein, als einen ent­stande­nen Schaden hin­ter­her bedauern zu müssen.

Bei näherem Hin­se­hen ist diese Botschaft vor allem im Kon­text der Gefährdungs­beurteilung (im Fol­gen­den: GBU) psy­chis­ch­er Belas­tung von Bedeu­tung. Warum? Das wird im Fol­gen­den anhand eines Forschung­spro­jek­ts bei der thyssenk­rupp Steel Europe AG näher beleuchtet.

Die Frage nach den Grenzwerten

Psy­chis­che Belas­tung ist ein wert­neu­traler Sam­mel­be­griff, der alle von außen erfass­baren Ein­flüsse zusam­men­fasst, die psy­chisch auf den Men­schen ein­wirken und von dem Begriff der Beanspruchung – den daraus resul­tieren­der Fol­gen – abzu­gren­zen ist. Die im Arbeitss­chutzge­setz ver­ankerte GBU fordert, Gefährdun­gen zu erfassen und diese über das Kri­teri­um des Risikos zu beurteilen.

Auch wenn heute Oper­a­tional­isierun­gen des Gefährdungs­fak­tors psy­chis­che Belas­tung hin­sichtlich der in der GBU zu erfassenden Inhalte ver­füg­bar sind (die vier Merk­mals­bere­iche bzw. Gefährdun­gen Arbeitsin­halt/-auf­gabe, Arbeit­sor­gan­i­sa­tion, Soziale Beziehun­gen und Arbeit­sumge­bung aus dem Arbeit­spro­gramm Psy­che der Gemein­samen Deutschen Arbeitss­chutzs­trate­gie (GDA, 2017)), kann der inter­essierte Fach­mann oder Fach­frau bei genauerem Hin­se­hen schnell in eine missliche Lage ger­at­en. Denn Anzahl und Inhalte der Ver­fahren wirken eben­so vielfältig wie unüber­sichtlich, und das Wis­sen, über die Eig­nung solch­er Ver­fahren zu befind­en, ist oft nicht vorhanden.

Zudem bleibt eine Frage häu­fig unklar:

  • Wie lässt sich fest­stellen, welche der erfassten Gefährdun­gen mit welchem Risiko einzustufen sind und mit welch­er Priorität?

Die Frage kann zunächst irreführend wirken, bieten Instru­mente zur GBU psy­chis­ch­er Belas­tung doch üblicher­weise einen Maßstab zur Beurteilung der erziel­ten Ergeb­nisse gle­ich mit an. Dies geschieht unter anderem durch Anwen­dung sta­tis­tis­ch­er Streu­ungs­maße (z. B. arith­metis­ches Mit­tel, Medi­an, Var­i­anz, Stan­dard­ab­we­ichung), mul­ti­vari­ater Analy­sev­er­fahren (wie z. B. Regres­sion­s­analy­sen), oder ein­facher­er Anwen­dun­gen, wie zum Beispiel die Darstel­lung von Häu­figkeitsverteilun­gen im Sinne ein­er Ampel-Logik (viel – mit­tel – wenig). Darüber hin­aus existieren weit­ere Ver­fahren, die an dieser Stelle nicht weit­er behan­delt werden.

Auch wenn eine solche Vielfalt in der Arbeitswis­senschaft nicht unüblich ist (da ein Ver­fahren und dessen Beurteilungssys­tem­atik für sich ste­hen kann, solange es auf Eig­nung hin unter­sucht wurde), offen­bart sich dem kri­tis­chen Leser let­ztlich doch eins: Während für viele andere Fak­toren im Arbeitss­chutz ein­heitliche und ver­meintlich objek­ti­vere Ver­fahren sowohl zur Erfas­sung als auch zur Beurteilung existieren – exem­plar­isch Gren­zw­erte für Schall oder zum Strahlen­schutz –, scheint das für psy­chis­che Belas­tung nicht zu gel­ten. Ist das kor­rekt? Im Zuge dieser Frage wird auch deut­lich, warum der Leit­satz „bet­ter safe than sor­ry“ hier so bedeut­sam ist. Wenn Unklarheit­en hin­sichtlich der Frage beste­hen, welch­es Risiko mit der Belas­tung­sex­po­si­tion ein­herge­ht, muss beson­dere Vor­sicht an den Tag gelegt werden.

Ein Lösungsversuch

Der Fokus des ein­gangs genan­nten Forschung­spro­jek­ts (Met­zler, von Groel­ing-Müller, & Bellingrath, 2019) lag in dieser Kon­se­quenz auf einem Aspekt, der bis heute erstaunlich wenig Aufmerk­samkeit erhal­ten hat:

  • Wie kann das, was im Rah­men der Gefährdungs­analyse psy­chis­ch­er Belas­tung erfasst wurde, sin­nvoll evaluiert beziehungsweise beurteilt werden?

Die thyssenk­rupp Steel Europe AG hat sich als Ergeb­nis mehrerer Pilot­stu­di­en und in Zusam­me­nar­beit mit der Arbeit­nehmervertre­tung für die Anwen­dung eines Frage­bo­gens, des Copen­hagen Psy­choso­cial Ques­tion­naires (COPSOQ) (Nübling, Stößel, Has­sel­horn, Michaelis, & Hof­mann, 2005), im Rah­men der GBU psy­chis­ch­er Belas­tung entsch­ieden und dies in ein­er Betrieb­svere­in­barung fest­ge­hal­ten. Die Abbil­dung 1 zeigt die Belas­tungs­fak­toren zu psy­chis­ch­er Belas­tung und Beanspruchung (Out­comes), die die ver­wen­dete Ver­sion des COP­SO­Qs abfragt. Dabei kommt ein mehrstu­figes Vorge­hen zum Ein­satz. Während im ersten Schritt die Befra­gung direkt am Arbeit­splatz auf frei­williger Basis durch­führt wird, wer­den anschließend die Ergeb­nisse der Befra­gung in Work­shops zusam­men mit der Belegschaft verdichtet. Das wird im Sinne ein­er Ursachen­analyse unter­nom­men, um her­auszufind­en, wie die Beant­wor­tung der Fra­gen zus­tande gekom­men ist, und somit die entsprechen­den Quellen aus­find­ig zu machen. Im drit­ten Schritt wer­den die im Work­shop direkt erar­beit­eten Verbesserungsvorschläge durch ein Beurteilung­steam, beste­hend aus Betrieb­sleitung, Betrieb­sarzt, Sicher­heits­fachkraft und Betrieb­srat, disku­tiert und abschließend Maß­nah­men zur Risiko­min­imierung / ‑eli­m­inierung eingeleitet.

Auch der COPSOQ bietet dabei unter­schiedliche Meth­o­d­en zur Beurteilung der erfassten Belas­tungs­fak­toren an. Zum einen durch die Antwort­skala zu den gestell­ten Fra­gen selb­st. Hin­ter der größ­ten­teils fün­f­stu­fi­gen Antwort­skala (fast nie – … – fast immer) ist wiederum eine Punk­teskala von 0 – 100 Punk­ten hin­ter­legt. Darauf auf­bauend kön­nen Mit­tel­w­erte der einzel­nen Belas­tungs­fak­toren gebildet wer­den, deren Aus­prä­gung Infor­ma­tio­nen über die Fre­quenz bzw. die Ein­trittswahrschein­lichkeit geben (0 = fast nie – … – 100 = fast immer). Zum anderen durch einen Ver­gle­ich der Mit­tel­w­erte aus der eige­nen COP­SOQ-Befra­gung mit Mit­tel­w­erten von Belas­tungs­fak­toren aus ein­er Ref­eren­z­daten­bank. Die COP­SOQ-Ref­eren­z­daten­bank stellt Mit­tel­w­erte aus 10.000 beruf­s­repräsen­ta­tiv­en Fällen der deutschen Erwerb­s­bevölkerung zur Ver­fü­gung (Nübling et al., 2017). Ref­eren­z­daten­banken bzw. Expo­si­tion­s­ma­trizen sind im Sinne von Gren­zw­erten gängige Ver­fahren zur Beurteilung erfasster Gefährdun­gen, deren wesentlich­er Vorteil darin beste­ht, grup­pen­be­zo­gene Mess­werte – z. B. für bes­timmte Tätigkeit­en oder Branchen – über Einzel­be­tra­ch­tun­gen hin­aus zur Ver­fü­gung zu stellen (Latza & Sei­dler, 2017). Weit­er­hin erlauben die mit­tels COPSOQ gener­ierten Dat­en die Anwen­dung divers­er sta­tis­tis­ch­er Analy­sev­er­fahren. Wom­it der Kreis zur Vielfalt der Beurteilungsmeth­o­d­en wieder geschlossen, die Aus­gangs­frage aber keines­falls beant­wortet ist.

Im Rah­men des erwäh­n­ten Forschung­spro­jek­ts wur­den daher auf Grund­lage ein­er umfan­gre­ichen Befra­gung mit­tels COPSOQ an 549 Hochofen­mi­tar­beit­ern vier ver­schiedene Meth­o­d­en zur Risiko­e­val­u­a­tion – also zur Beurteilung psy­chis­ch­er Belas­tung – in vier ver­schiede­nen Mitar­beit­er­grup­pen (1. Schichtko­or­di­na­toren, 2. Mitar­beit­er in der Pro­duk­tion, 3. Mitar­beit­er in der Instand­hal­tung, 4. Mitar­beit­er im Leit­stand) miteinan­der verglichen:

  1. Ein direk­ter Mit­tel­w­ertver­gle­ich der Belas­tungs­fak­toren untere­inan­der – d. h. welche Belas­tungs­fak­toren haben der Rei­hen­folge nach die höch­sten Mit­tel­w­erte erzielt und sind damit am schlecht­esten bew­ertet worden.
  2. Ein Ver­gle­ich der Mit­tel­w­erte der Belas­tungs­fak­toren aus der Befra­gung mit den Mit­tel­w­erten der COP­SOQ-Ref­eren­z­daten­bank. Unter­schiede zwis­chen den Mit­tel­w­erten wur­den außer­dem auf sta­tis­tis­che Sig­nifikanz hin überprüft.
  3. Die Anwen­dung ein­er mul­ti­plen Regres­sion­s­analyse – ein sta­tis­tis­ches Ver­fahren, das den Ein­fluss der COP­SOQ-Skalen zu psy­chis­ch­er Belas­tung auf psy­chis­che Beanspruchung errechnet.
  4. Die Anwen­dung eines Risikoschätzers von Clarke and Coop­er (2000) (im Fol­gen­den: CCA). Dieser Risikoschätzer basiert auf ein­er Kor­re­la­tion zwis­chen psy­chis­ch­er Belas­tung und Beanspruchung. Das Ergeb­nis dieser Kor­re­la­tion wird im Sinne gängiger Risiko­formeln (Ein­trittswahrschein­lichkeit x Schadenss­chwere) mit den Mit­tel­w­erten der Belas­tungs­fak­toren multipliziert.

Die Ergeb­nisse zeigen, dass der Umstand, welch­er Belas­tungs­fak­tor mit welch­er Pri­or­ität tat­säch­lich als Risiko eingestuft wird, stark von der ver­wen­de­ten Beurteilungsmeth­ode abhängt (Tabelle 1). Während inner­halb der ver­wen­de­ten Beurteilungsmeth­ode über die Beruf­s­grup­pen hin­weg die Ergeb­nisse eine gewisse Ähn­lichkeit aufweisen, sind die Ergeb­nisse je nach Beurteilungsmeth­ode stark unter­schiedlich. So stellen sich z. B. bei Anwen­dung des direk­ten Mit­tel­w­ertver­gle­ichs (Meth­ode Nr. 1) in der Gruppe der Pro­duk­tion­s­mi­tar­beit­er die Fak­toren Ein­fluss bei der Arbeit, Entschei­dungsspiel­raum und Feed­back als rel­e­vant her­aus, während sich unter Anwen­dung des CCA (Meth­ode Nr. 4) die Fak­toren Gemein­schafts­ge­fühl, Rol­lenkon­flik­te und Ver­trauen und Gerechtigkeit als wesentliche Risiken herausstellen.

Diese Erken­nt­nis ist insoweit wichtig, als sie ein zen­trales Anliegen des Arbeits- und Gesund­heitss­chutzes, näm­lich die rel­e­van­testen Ein­flussgrößen auf Sicher­heit und Gesund­heit der Beschäftigten zu iden­ti­fizieren und Lösungsan­sätze dazu zu entwick­eln, her­aus­fordert. Natür­lich ist hier­mit aber auch der Aspekt opti­maler Ressource­nal­loka­tion unternehmerisch­er Mit­tel ver­bun­den, der schlussendlich auch ein Licht auf die Pro­fes­sion­al­ität des Arbeits- und Gesund­heitss­chutzes wirft.

Die in Tabelle 1 dargestell­ten Unter­schiede sind jedoch aus den ver­wen­de­ten Meth­o­d­en her­aus erk­lär­bar. Während der direk­te Mit­tel­w­ertver­gle­ich (Meth­ode Nr. 1) vor allem die direk­te Ein­schätzung der Mitar­beit­er zu den Belas­tungs­fak­toren wider­spiegelt, stellt der Ver­gle­ich mit Werten aus ein­er Expo­si­tion­s­ma­trix (Meth­ode Nr. 2) einen grundle­gend anderen Ansatz dar. Vor allem bei psy­chis­ch­er Belas­tung muss außer­dem beachtet wer­den, dass ins­beson­dere Belas­tungs­fak­toren wie Gemein­schafts­ge­fühl oder Führungsqual­ität über­greifend wed­er tätigkeits- noch berufs­be­zo­gene Charak­ter­is­ti­ka sein kön­nen, son­dern vielmehr Sit­u­a­tions­beschrei­bun­gen der vor Ort herrschen­den Bedin­gun­gen. Eben­so ver­hält es sich mit den Meth­o­d­en 3 und 4, die auf unter­schiedliche Weise einen kor­rel­a­tiv­en Bezug zu der Beanspruchung herstellen.

Auch wenn laut Arbeitss­chutzge­setz Gefahren an ihrer Quelle zu bekämpfen sind, wom­it klar auf Belas­tungs­fak­toren referiert wird, muss der Ein­bezug der Beanspruchung in die GBU psy­chis­ch­er Belas­tung disku­tiert wer­den. Das liegt unter anderem auch darin begrün­det, dass bis­lang nicht fest­stell­bar ist, welch­er Wert bei ein­er wie im Falle des COPSOQ ver­wen­de­ten Bew­er­tungsskala von 0 – 100 Punk­ten ver­lässlich impliziert, wann „zu viel“ denn auch wirk­lich „zu viel“ ist. Ist es ein Mit­tel­w­ert von 76, oder vielle­icht ein Mit­tel­w­ert von 80 Punk­ten, der die Gren­ze der Zumut­barkeit anzeigt? Solche Infor­ma­tio­nen kön­nten nur dann erlangt wer­den, wenn man die Aus­prä­gung psy­chis­ch­er Belas­tung im Kon­text mit den daraus resul­tieren­den Fol­gen für Gesund­heit und Wohlbefind­en betra­chtet, wie es bei häu­fig angewen­de­ten Risikobes­tim­mungen mit den Kom­po­nen­ten Ein­trittswahrschein­lichkeit und Schadenss­chwere (z. B. Nohl, 1989) auch erfol­gt. Sowohl hin­sichtlich psy­chis­ch­er Belas­tung als auch Beanspruchung ist die Frage nach einem ein­heitlichen Ref­erenz- oder Bew­er­tungssys­tem allerd­ings nach wie vor unklar (Nachrein­er, 2002). In dieser Hin­sicht beste­ht weit­er­hin Forschungsbedarf.

Und was nun?

Die Ergeb­nisse des Forschung­spro­jek­ts haben gezeigt, dass die ver­wen­dete Beurteilungsmeth­ode die Wahl der Hand­lungss­chw­er­punk­te im Rah­men der GBU stark bee­in­flussen kann. Die wichtige Ein­sicht jedoch, die mit der Beleuch­tung der hier dargestell­ten Prob­lem­lage ein­herge­ht, ist, dass dieser Umstand aus prak­tis­ch­er Sicht erst ein­mal nicht prob­lema­tisch sein muss. Da die gezeigten Unter­schiede zwis­chen den Beurteilungsmeth­o­d­en näm­lich ein Pro­dukt der gewählten Ver­fahrensweisen und Meth­o­d­en zur Beurteilung psy­chis­ch­er Belas­tung sind, kön­nen die Erken­nt­nisse aus der Studie let­ztlich keine inhaltlich-the­o­retis­che Begrün­dung für oder gegen einen der gezeigten Ansätze bieten. Bis weit­ere Erken­nt­nisse neue Schlüsse zulassen, spie­len statt mess­the­o­retis­ch­er Aspek­te prak­tis­che Fragestel­lun­gen eine viel größere Rolle dafür, ob im Rah­men der GBU psy­chis­ch­er Belas­tung als kon­tinuier­lich­er Verbesserung­sprozess ein spür­bar­er Nutzen erzielt wer­den kann (Krause & Deufel, 2014). So bietet sich die Frei­heit, einen zu der Aus­gangslage der eige­nen Organ­i­sa­tion passenden Ansatz zu wählen.

Und dadurch statt des zu Anfang dieses Artikels skizzierten Dilem­mas, trotz der vielle­icht unge­wohnt vielfälti­gen Herange­hensweisen, auch eine Chance. In keinem Fall kann die Kom­plex­ität der GBU psy­chis­ch­er Belas­tung jedoch als Vor­wand herange­zo­gen wer­den, untätig zu bleiben. Denn in jedem Fall gilt: Bet­ter safe than sorry!

 

Lit­er­atur / Quellen

  • Clarke, S. G., & Coop­er, C. L. (2000). The risk man­age­ment of occu­pa­tion­al stress. Health, Risk & Soci­ety, 2(2), 173–187.
  • Gemein­same Deutsche Arbeitss­chutzs­trate­gie. (2017). Empfehlun­gen zur Umset­zung der Gefährdungs­beurteilung psy­chis­ch­er Belas­tung (Arbeitss­chutz in der Prax­is). Retrieved from http://www.gda-portal.de/de/pdf/Psyche-Umsetzung-GfB.pdf?__blob=publicationFile
  • Jar­dine, C., Hrudey, S., Short­reed, J., Craig, L., Krews­ki, D., Fur­gal, C., & McColl, S. (2003). Risk man­age­ment frame­works for human health and envi­ron­men­tal risks. Jour­nal of tox­i­col­o­gy and envi­ron­men­tal health. Part B, Crit­i­cal reviews, 6(6), 569–720.
  • Krause, A., & Deufel, A. (2014). Kom­biniert­er Ein­satz von Frage­bo­gen, Beobach­tung und Grup­pendiskus­sion im Rah­men der Gefährdungs­beurteilung. In BAuA (Ed.), Gefährdungs­beurteilung psy­chis­ch­er Belas­tung. Erfahrun­gen und Empfehlun­gen. Berlin: Schmidt.
  • Latza, U., & Sei­dler, A. (2017). What is a job expo­sure matrix (JEM), and what are the ben­e­fits? Zen­tral­blatt für Arbeitsmedi­zin, Arbeitss­chutz und Ergonomie, 67(3), 141–142.
  • Met­zler, Y. A., Groel­ing-Müller, G. von, & Bellingrath, S. (2019). Bet­ter safe than sor­ry: Meth­ods for risk assess­ment of psy­choso­cial haz­ards. Safe­ty Sci­ence, 114, 122–139.
  • Nachrein­er, F. (2002). Über einige aktuelle Prob­leme der Erfas­sung, Mes­sung und Beurteilung der psy­chis­chen Belas­tung und Beanspruchung. Zeitschrift für Arbeitswis­senschaft, 56(1–2), 10–21.
  • Nohl, J. (1989). Grund­la­gen zur Sicher­heit­s­analyse: Grund­la­gen und Auf­bau ein­er prospek­tiv­en Vorge­hensweise im Arbeitss­chutz. Zugl.: Kas­sel, Gesamthochsch., Diss., 1989. Stud­ies in indus­tri­al and orga­ni­za­tion­al psy­chol­o­gy: Vol. 7. Frank­furt am Main: Lang.
  • Nübling, M., Stößel, U., Has­sel­horn, H.-M., Michaelis, M., & Hof­mann, F. (2005). Meth­o­d­en zur Erfas­sung psy­chis­ch­er Belas­tun­gen: Erprobung eines Messin­stru­mentes (COPSOQ) (Schriften­rei­he der Bun­de­sanstalt für Arbeitss­chutz und Arbeitsmedi­zin No. Fb 1058). Wirtschaftsver­lag NW Ver­lag für neue Wis­senschaft GmbH. Bremerhaven.
  • Nübling, M., Vom­stein, M., Haug, A., & Lincke, H.-J. (2017). Are ref­er­ence data from the COPSOQ data­base suit­able for a JEM on psy­choso­cial fac­tors at work? Zen­tral­blatt für Arbeitsmedi­zin, Arbeitss­chutz und Ergonomie, 67(3), 151–154.

Foto: privat

Autor: Dr. Yan­nick Metzler

Koor­di­na­tor für den Gesund­heitss­chutz im Geschäfts­feld Stahl der
thyssenk­rupp Steel Europe AG.

E‑Mail: yannick.metzler@thyssenkrupp.com

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