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Vom Konflikt zur Kooperation – selten eine Frage des Wollens, immer eine des Könnens

Miteinander, nicht gegeneinander
Vom Konflikt zur Kooperation – selten eine Frage des Wollens, immer eine des Könnens

Kon­flik­te gibt es über­all, pri­vat und im Arbeit­sum­feld. Sie ver­laufen häu­fig nach einem ähn­lichen Schema. Doch muss dieses Schema immer zwangsläu­fig ablaufen? Welche Möglichkeit­en gibt es für jeden Einzel­nen, Eskala­tio­nen zu ver­mei­den und den­noch nicht als Ver­lier­er am Ende dazuste­hen? Kön­nen alle Kon­flik­te gelöst wer­den, oder hängt dies immer vom Einzelfall ab?

Dipl.-Psych. Rolf Mohr

Vie­len ist nicht klar, dass sie mit jedem Vor­wurf, den sie direkt äußern, das Beheben dessen, was sie vor­w­er­fen, selb­st erschw­eren, indem doch ihr Gegenüber auf den Vor­wurf sofort und reflex­haft mit offen­er oder verdeck­ter Oppo­si­tion reagiert: jed­er macht das; also haben sie damit den Weg zur Lösung ver­längert und beschw­er­lich­er gemacht. Und selb­st wenn ich begrif­f­en hätte, dass ich mit meinem Vor­wurf gegen meine eige­nen Inter­essen han­dele, bliebe doch die Frage, wie ich das­selbe denn ohne Vor­wurf ansprechen kann, also im Sinne mein­er Interessen?
Eine pro­bate Meth­ode ist die soge­nan­nte ’Ich-Botschaft’. Auf solche Zusam­men­hänge kön­nen wir gewiss leicht selb­st kom­men, näm­lich, wenn wir darüber nach­denken; aber wer tut das schon? Nei­gung und Befähi­gung zur Analyse sind üblicher­weise da beson­ders ger­ing, wo wir erregt sind, und das sind wir, wenn wir zum Vor­wurf neigen.

Drei Ursachen für Konflikte

Meist begin­nt ein Kon­flikt so: Wir haben eine Vor­wurf­shal­tung zu unserem Gegenüber ein­genom­men, sind erregt und wollen die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Eine von drei Ursachen hat diese kon­flik­t­trächtige Lage herbeigeführt:
  • Fehlver­ständ­nis,
  • auss­chließende Inter­essen oder
  • Ver­let­zung.
Der einen tat­säch­lich aus­lösenden Ursache wer­den gern und schnell die zwei anderen als Brandbeschle­u­niger hinzugegeben. So wird der falsch aufge­fassten Bemerkung des anderen sogle­ich eine her­ab­würdi­gende Absicht unter­stellt und schon sind auch Unvere­in­barkeit­en in Reich­weite. Im späteren Rück­blick gelingt so nur schw­er, den wahren Aus­lös­er noch zweifels­frei auszumachen.
Nach mein­er Beobach­tung ist Fehlver­ständ­nis die häu­fig­ste, aber häu­fig unerkan­nte Ursache von Kon­flik­ten. Beson­ders in kul­turellen Milieus, in denen impliz­it kom­mu­niziert wird, in welchen man also das Gemeinte gern ’zwis­chen den Zeilen’ mit­teilt, und der andere es dann mehr oder weniger tre­ff­sich­er herausinterpretiert.
Zur Ursache „auss­chließende Inter­essen“ möchte ich aus Erfahrung ein ’ver­meintlich’ ergänzen; denn häu­fig ist zu beobacht­en, dass bei­de Kon­tra­hen­ten mit zunehmender Vehe­menz der Auseinan­der­set­zung immer engere Scheuk­lap­pen tra­gen und an sich plau­si­ble Wege zur Vere­in­barkeit nicht mehr leicht erkennen.
Mit Ver­let­zung als Kon­flik­tur­sache sind neben (den sel­teneren) kör­per­lichen vor allem die Beein­träch­ti­gun­gen des Selb­stkonzepts, des per­sön­lichen Ehrge­fühls des Part­ners, wie auch solche der Achtung in einem sozialen Umfeld gemeint.
Die Nicht­beach­tung der von einem der Part­ner als all­ge­mein­verbindlich ange­se­henen Norm durch den anderen (etwa das ’Ver­pet­zen’: der Kol­lege schwärzt mich gle­ich beim Vorge­set­zten an, statt zunächst mit mir das Gespräch zu suchen) lassen sich als Ver­let­zung auf­fassen wie auch als einan­der auss­chließende Inter­essen. Solche Inkom­pat­i­bil­ität von Nor­men und Gepflo­gen­heit­en ist typ­isch für die kon­flik­t­trächtige Begeg­nung von Trägern unter­schiedlich­er Sozial­i­sa­tion oder Kul­tur. Zusam­men­schauend lässt sich fest­stellen, dass Kon­flik­ten jew­eils ein Man­gel an Kom­ple­men­tar­ität zugrunde liegt.
Der begonnene Kon­flikt macht bald jeden der Part­ner zum Geg­n­er des anderen. Es entste­ht eine mech­a­nisch anmu­tende Regel­haftigkeit wech­sel­seit­iger Zumu­tun­gen, die wir im Rück­blick gern mit ’ein Wort hat das andere ergeben’ kennze­ich­nen. Der ent­standene Eskala­tion­sprozess, das bei­der­seit­ige ’Klet­tern auf die Palme’, nähert sich mehr und mehr dem ’point of no return’, ab welchem bei­de Kon­tra­hen­ten das Empfind­en haben, ohne Gesichtsver­lust nicht mehr zurück zu kön­nen. Schlim­mer­weise geht’s dann vielfach darüber hinaus.
Meine konkrete Kon­flik­t­lage kön­nte beispiel­sweise so aussehen:
„Geärg­ert hab ich mich, sehr sog­ar; denn das war schon arg belei­di­gend, wie her­ablassend, ja hämisch sich der Kol­lege in der Besprechung über meinen Arbeits­bere­ich und mich per­sön­lich geäußert hat. Hätte ich mir der­lei Ver­let­zung etwa gefall­en lassen sollen? Von wegen! Nichts da! – Meine Rep­lik war dann ja auch entsprechend schmerzhaft für den. Nun gut, er hat sich dann noch bemüht, eins drauf zu set­zen; aber das hat wohl jed­er als ’ziem­lich daneben’ ver­bucht; war es ja auch: völ­lig unsach­lich. Dann hat eins das andere ergeben, bis der Chef, erregt, wie ich ihn bish­er nicht gekan­nt hab, uns bei­den ’den Mund ver­boten’ hat. Ins­ge­samt bin wohl eher ich als Sieger aus dem Schlagab­tausch hervorgegangen.“

Sieger oder Gewinner?

Sieger? Vielle­icht, nach Punk­ten; aber auch als Gewinner?
Meist ist es mit einem Gefecht nicht getan. Oft­mals bricht danach offen­er Krieg aus, oder gar verdeck­ter, der länger währt und mehr zer­stört. Mehrfach habe ich in der Folge ähn­lich­er Anfänge erlebt, wie bald darauf Reifen zer­stochen oder andere Atten­tate auf Besitz, Ruf oder Leib des Kon­tra­hen­ten vorgenom­men wur­den. Häu­fig formiert jed­er der Kampfhähne eilig eine Partei um sich, die dann gegen die andere Front macht – ver­heerend für betriebliche Abläufe, für nach­barschaftlich­es Leben, für jed­er­lei gedeih­liche Lebens­gestal­tung überhaupt.
Klar gewor­den ist mir, dass im All­t­ag mein Inter­esse nicht Sieg sein kann – nicht nur wegen der Gefahr von Pyrrhussiegen1. Wen ich besiegt habe, den habe ich ab da als Feind, und ’viel Feind, viel Ehr’ ist doch ein schlimmes Pos­tu­lat, zudem mit einem Begriff von Ehre, der nicht mein­er wer­den kann. ’Viel Feind, Leben schw­er’ überzeugt mich mehr. Nicht Sieger über meinen Geg­n­er will ich sein, son­dern Gewin­ner, was möglich macht und anstreben lässt, dass auch mein Part­ner (nicht Geg­n­er) einen Gewinn davon­trägt; umso lieber wird er kün­ftig mit mir zu tun haben wollen.
Selb­st (oder ger­ade!) Ehen sind an lächer­lichen Kon­flik­taus­lösern zer­brochen wie an ein­er Zah­n­pas­tatube, die wieder­holt in der Mitte gedrückt, statt, wie es der Part­ner wün­schte, vom Ende her aufgewick­elt wurde, oder an anderen Nichtigkeit­en, über die man außer­halb nicht mal sprechen würde. Kurios ist, dass sich ab einem gewis­sen Punkt die Auseinan­der­set­zung verselb­ständigt, so als wären nicht mehr zwei ver­nun­ft­be­gabte Men­schen am Werk, son­dern zwei Auto­mat­en, deren Pro­gramm die Wucht ihrer zer­störerischen Attack­en wech­sel­seit­ig in die Höhe treibt, bis diese zum tödlichen Infarkt für die Ehe wird. Die gedrück­te Tube wird von Mal zu Mal deut­lich­er ein Beleg dafür, dass wir nicht (mehr) respek­tiert wer­den, wie wir glauben, es ver­di­ent zu haben, zum untrüglichen Indiz für Mis­sach­tung, unab­weis­bares Zus­tands­bild ein­er gescheit­erten Beziehung. Der Pfen­ni­gar­tikel erhält das Gewicht unser­er per­sön­lichen Ehre.
Vor­ma­lige Part­ner wer­den Geg­n­er und ste­hen am Ende vor einem Scher­ben­haufen der zer­rüt­teten Beziehung, jed­er auf sein­er Seite: verko­rk­ste Ver­hält­nisse plöt­zlich, wo vorher alles lei­dlich funk­tion­ierte. Aus ger­ing­stem Anlass führen wir nun einen kräftezehren­den und ver­wun­dungsin­ten­siv­en Krieg, wo wir zuvor kooperierten: Nachteile also auf bei­den Seit­en, wo vorher für bei­de Vorteile waren! Wir machen’s trotz­dem – sog­ar immer wieder aufs neue: Wir degradieren uns selb­st zur Mar­i­onette, zum Sklaven eines Funk­tion­sre­flex­es unser­er wun­den Seele. Kommt Ihnen das bekan­nt vor? Wir alle haben es in unter­schiedlichen Szenar­ien erlebt – erleben müssen?
Was sich so in Ehe und Beruf zuträgt, in Nach­bar- und Ver­wandtschaft, in Vere­in, Hochschule, Poli­tik und wo immer son­st sich Leute begeg­nen, kostet wertvolle Zeit und Energie, opfert Ressourcen und Leben­squal­ität – und wofür? Wo ist der Ertrag? Einzig, dass man den anderen schädigt. Schaden auf mein­er Seite nehme ich in Kauf um des Schadens auf der anderen Seite willen – nur Schaden, nicht ein wenig wirk­lich­er Nutzen! Keine Ver­nun­ft der Welt kann das rechtfertigen.
Daher nun fünf entschei­dende Fra­gen zu mein­er Hal­tung und Gestaltung:
  • 1. Warum gebe ich meine Ver­nun­ft an ein­er bes­timmten Stelle auf und folge dem Weg in die pure Unvernunft?
  • 2. Wie erkenne ich diese bes­timmte kri­tis­che Stelle?
  • 3. Wie schalte ich um auf – nen­nen wir es ’Ver­nun­ft­be­trieb’?
  • 4. Wie, wenn mir das gelingt, kriege ich meinen Kon­tra­hen­ten dazu, gle­ich­falls ’umzuschal­ten’ und anstelle des destruk­tiv­en auch den kon­struk­tiv­en Weg zu suchen oder wenig­stens zu akzeptieren?
  • 5. Wie lässt sich das ohne Gesichtsver­lust auf ein­er der Seit­en hinbekommen?

Konflikte gestalten

Diesen fünf Fra­gen will ich nachge­hen; denn immer­hin: Wenn es gelingt, sie zu beant­worten, eröff­nen sich Möglichkeit­en, plan­voll und ver­lust­frei in ein sowohl men­schlich als auch materiell erfüll­teres Leben besser­er Qual­ität zu steuern. Es öffnet sich damit der Weg aus der Kul­tur des ein­seit­i­gen Besiegen­wol­lens in eine des bei­der­seit­i­gen Gewinnens.
Mit Kon­flik­t­la­gen kon­struk­tiv, gar syn­er­getisch umzuge­hen erfordert nur wenige Ein­sicht­en, Fer­tigkeit­en und Werkzeuge. Ein­sicht gewin­nen muss ich zunächst in eine mir eigene Fehls­teuerung – davon haben wir Men­schen mehrere –, in diesem Fall meine phys­i­ol­o­gisch bed­ingte Nei­gung zu unre­flek­tiert­er Rache, die ich als­bald unter meine Kon­trolle brin­gen sollte.
Unser einge­bautes Vergel­tung­spro­gramm ’Fehls­teuerung’ zu nen­nen, ist zwar ein­er­seits ver­messen, han­delt es sich dabei doch um ein in unser­er Stammes­geschichte ent­standenes Reak­tion­s­muster, das helfen kon­nte, Ange­hörige und Lebens­grund­la­gen not­falls auch unter Inkauf­nahme eigen­er Opfer bis hin zum Tod zu vertei­di­gen, um das eigene Erbgut in Form der Ver­wandtschaft zu retten.
Ander­er­seits ist es wohl nichts anderes als eine Fehls­teuerung, wenn dieses Pro­gramm uns heutzu­tage – etwa in einem Betrieb mit vielfältig verzah­n­ten Funk­tio­nen – dazu bringt, alle Kon­trolle, alle Sou­veränität aufzugeben und unmündig, qua­si auto­maten­haft in den eige­nen Schaden zu steuern, nur weil wir uns am Anderen rächen wollen. Gewiss, wir sind ver­nun­ft­be­gabt; aber wir ver­hal­ten uns üblicher­weise entsprechend unseren art- und geschlecht­styp­is­chen Dis­po­si­tio­nen und den ver­meintlich ’bewährten’ Mustern, und die steuern dann heute bisweilen auch mal in die pure Unver­nun­ft. Hier gilt es, unser tradiertes Pro­gramm entsprechend unseren gewan­del­ten Lebens­be­din­gun­gen zu differenzieren.
Grob skizziert geschieht tra­di­tionell näm­lich fol­gen­des: Mein Empfind­en, dass mir soeben schreien­des Unrecht wider­fährt, lässt meine physiko­chemis­che Küche im Hirn hochkochen. Mein Aggres­sion­szen­trum (Nucle­us tae­ni­ae) wird durch Boten­stoffe und neu­ronal gereizt, sendet bioelek­trische Impulse an alle für Racheak­te in Betra­cht kom­menden Steuerungsareale. Diese weisen Vergel­tung­shand­lun­gen an. Deren Vol­lzug aktiviert im Hirn den Schweifk­ern (Nucle­us cau­da­tus – ich nenne ihn auch den ’Kern der Unver­nun­ft’; er ist übri­gens auch beim Ver­lieben beteiligt), der mich mit kör­pereige­nen Dro­gen belohnt: ich erlebe das mit Dopamin und Anderem eupho­risierte Hochge­fühl der Genug­tu­ung. Mich zu rächen ver­schafft mir Glücks­ge­füh­le, sog­ar, obwohl ich dabei selb­st Schaden nehme: ’Rache ist süß’.
Lasse ich mich über einen kri­tis­chen Punkt hin­aus reizen, kann diese Fehls­teuerung sich zum ’Aus­ras­ten’ auswach­sen, dem Kamikazepro­gramm der ’blind­en Wut’. Der kri­tis­che Punkt dafür liegt indi­vidu­ell ver­schieden, je nach Per­sön­lichkeit, sozialer oder kul­tureller Prä­gung: Wir ken­nen z.B. den indi­vidu­ellen ’Jäh­zorn’; wir ken­nen auch die ’was-guckst-du-Reak­tion’ bes­timmter Milieus.

Auslöser: „Unangemessen“

Die Antwort auf die erste Frage, warum ich plöt­zlich unvernün­ftig werde, bringt fol­glich die Ein­sicht: weil mein Kör­p­er angesichts mein­er Bew­er­tung des Ver­hal­tens eines anderen als ’unangemessen, als Zumu­tung’ (wie z.B. Unrecht) ein neu­ro­phys­i­ol­o­gis­ches Pro­gramm der Vergel­tung in Gang set­zt, ich mich sozusagen unter das Joch des Nucle­us cau­da­tus begebe. Und, da ja offen­bar mein Gegenüber die guten Sit­ten nicht mehr achtet, muss ich’s nun auch nicht mehr.
Die zweite Frage war, wie ich die kri­tis­che Stelle erkenne. Die Antwort: Ich muss mich ertap­pen bei der Empfind­ung ’Zumu­tung’, bewusst ertap­pen; denn ab hier will mein Kör­p­er etwas anderes, als meine Ver­nun­ft recht­fer­ti­gen kann. Ich muss bewusst reg­istri­eren, wie in mir Rachegelüste aufsteigen.
Die dritte Frage: Wie schalte ich um auf “Ver­nun­ft­be­trieb“, wie gelingt es mir, am kri­tis­chen Punkt die Kon­trolle zu behal­ten oder wiederzugewin­nen, ver­langt eine andere Fer­tigkeit, näm­lich die zur Pause. Mein inner­er Weck­er hat mir bewusst wer­den lassen, dass ich im Moment ein Bedürf­nis nach Vergel­tung ver­spüre, etwa: “Da der mir so kommt, werd ich’s ihm jet­zt aber mal zeigen“. Mir ist klar, dass im sel­ben Moment mein Kör­p­er den Schritt unter das Joch des ’Nucle­us cau­da­tus’ getan hat und nun Dro­gen will. Die eskala­tive Mechanik der Vergel­tung ist in Gang geset­zt. Nun mache ich Pause.
Wir alle ver­fü­gen über eine Rei­he kul­turell aner­zo­gen­er Pro­gramme, uns zu kon­trol­lieren, unsere spon­ta­nen Nei­gun­gen zu zügeln: Gesellschaftliche Kon­ven­tio­nen etwa, Ben­imm oder Angst vor Sank­tio­nen sind es, die helfen, uns nicht gehen zu lassen, uns selb­st zu zügeln. Aber jet­zt, und umso mehr, je inten­siv­er wir das Ver­hal­ten des Anderen als Zumu­tung erleben, ist unser ganz­er Kör­p­er gegen alle Mäßigung.

Was hilft mir jetzt?

Bin ich dem phys­i­ol­o­gis­chen Rache­p­ro­gramm meines Kör­pers wil­len­los unter­wor­fen? Nein, keineswegs; ich bin ja zur Ver­nun­ft fähig (Sie sind es auch) – und ger­ade jet­zt sollte ich dieser Instanz die Hoheit über mein Han­deln sich­ern. Aber wie? Das Mit­tel der Wahl ist die Selb­st­be­herrschung. Aber genau die fällt wegen unser­er Dopamin­sucht im Fall des Provozier­twer­dens beson­ders schw­er. Bleiben wir beschei­den­er, machen wir ein­fach eine Pause, nur kurz, nicht mal eine Sekunde, näm­lich für das Besin­nen, ob das, wonach mir jet­zt ist, wirk­lich in meinem Inter­esse liegen kann. Wenn mir bewusst wird, dass ich das soeben Erlebte als ungerecht­fer­tigt werte, als Zumu­tung, und reg­istriere, wie Rachegelüste in mir auf­steigen, ver­lange ich von mir selb­st diese knappe Sekunde Auszeit. Das ist der Trick. Die reicht, um mir klar zu wer­den, ob ich wirk­lich will, oder deut­lich­er: Ob ich vernün­ftiger­weise wollen kann, worauf ich in mein­er Empörung ger­ade hin­strebe, bzw. ob ich später bereuen werde, was ich jet­zt Unumkehrbares zu tun bere­it bin.
Ich nenne solche Auszeit gern ’respice-finem-Sekunde’ (’wohin-führt-das?-Sekunde’ – nach dem weisen lateinis­chen Aufruf, man solle schon früh bedenken, wie das Ende sein wird). Wir kön­nen unser deutsches Sprich­wort ’der Klügere gibt nach’ (ein wahrlich beschä­mender, ja unver­ant­wortlich­er Teil unseres Kul­turschatzes, denn, wenn wir nur einen Schritt wei­t­er­denken, lassen wir damit die Dum­men die Geschicke unser­er Welt lenken!) umfor­mulieren in: ’der Wachere sieht auf’s Ende’, und das wird ihn in der Regel ver­an­lassen, die begonnene Eskala­tion stop­pen zu wollen. Das wird bisweilen als Nachgeben missver­standen. Dabei begin­nt er eigentlich genau jet­zt im Sinn des eige­nen Inter­ess­es zu han­deln, nicht mehr als Marionette.

Wie mache ich es besser/richtig?

Die kurze Besin­nung wird mir in der Regel bewusst machen, dass jede weit­ere Eskala­tion außer dem Schaden für den Geg­n­er (welch­er mir im Moment ja ger­ade recht ist) ganz erhe­bliche Aufwen­dun­gen mein­er Seite bed­ingt, welche die kurze Genug­tu­ung an Wert und Dauer erhe­blich über­steigen: Pläne schmieden, Allianzen schaf­fen, Angriffe durch­führen, geg­ner­ische Attack­en pari­eren, Absicherungsmühen, Ruf­schä­den repari­eren, Recht­fer­ti­gun­gen, Ein­bußen an Effizienz etc.. Deut­lich wird, dass ich solche klar abse­hbare Neg­a­tiv­bi­lanz vernün­ftiger­weise nicht anstreben kann.
Dieses sekun­den­weise ’auf´s‑Ende-sehen’ klappt, wie ich weiß, umso müh­elos­er, wenn ich auf ein Schema zurück­greifen kann, das mir das Auf­spüren mein­er wahren Inter­essen erle­ichtert, mich unab­hängiger macht von den Ein­flüssen mein­er Dopamin­sucht. Ich selb­st greife hierzu gern auf ein ständig präsentes imag­inäres Koor­di­naten­sys­tem zurück, dessen Ordi­nate meine eige­nen, dessen Abszisse offenkundi­ge oder ver­mutete Inter­essen der anderen Seite abbilden lässt, mit jew­eili­gen Abstu­fun­gen ins Plus und ins Minus. Damit braucht es nur einen Wim­pern­schlag, und die eigentlichen Inter­essen nicht nur mein­er, son­dern gle­ich bei­der Seit­en sind mir klar vor Augen: ich sehe förm­lich, dass ich’s nicht wirk­lich wollen kann, und, dass (in der Regel) sog­ar mein Gegenüber aus der fortschre­i­t­en­den Eskala­tion mehr Nach- als Vorteile beziehen wird, er es fol­glich auch nicht wirk­lich wollen kann.
Wenn ich ein paar Mal in min­der hefti­gen Fällen hingekriegt habe, mir diese knappe Sekunde Auszeit abzunöti­gen, gelingt mir die Selb­stkon­trolle auch in schlim­men Kon­flik­ten leichter, in denen meine Physis umso gieriger nach Dopamin lechzt. Auf Basis solch auf­bauen­der Übung stellt sich ein über­aus wertvoller Neben­ef­fekt ein: Ich entwick­le mehr und mehr per­sön­liche Sou­veränität, eine auch die Außen­welt beein­druck­ende und überzeu­gende Fähigkeit, schwierige Sit­u­a­tio­nen ver­ant­wor­tungs­be­wusst und dur­chaus im eige­nen Sinne zu gestalten.
Nun stellt sich die vierte Frage: Wie gelingt es, den in Gang gekomme­nen, unver­ant­wortlichen, weil für min­destens meine Seite, meist jedoch auch für die andere nachteili­gen Prozess rasch zu stop­pen? Natür­lich kann ich ’aus-dem-Felde-gehen’, wie Psy­cholo­gen es beze­ich­nen, wenn ich mich als Beteiligter der Auseinan­der­set­zung entziehe, den Fehde­hand­schuh sozusagen nicht aufnehme. Diese (Nicht-)Lösung kommt vielfach nicht in Betra­cht, weil sie neben etwaigem Ehrver­lust den Nachteil erbringt, dass eine Klärung weit­er­hin ausste­ht, was Still­stand oder gar Rückschritte in der Sache zur Folge hat. Eine kon­flik­täre Sit­u­a­tion birgt ja neben dem Risiko der Zer­störung immer eine Rei­he nutzbar­er Chan­cen, auch für mich.

Die richtige Methode hilft!

Am Beispiel eines Part­ner­schaft­skon­flik­ts lässt sich eine pro­bate Methodik ver­nun­ft­ges­teuert­er und ver­nun­fto­ri­en­tiert­er Inter­ven­tion illus­tri­eren: Metakom­mu­nika­tion. Metakom­mu­nika­tion besagt nicht mehr – aber immer­hin – als: ’Kom­mu­nika­tion über die Kom­mu­nika­tion’ oder ’Gespräch über das Gespräch’ und stellt ein hochgeeignetes Reper­toire an Meth­o­d­en zur Ver­fü­gung für all jene Lagen, in denen ich die Kon­trolle über das Geschehen (rück-)gewinnen will. Bild­haft begebe ich mich mit­tels Metakom­mu­nika­tion aus der Ebene des Gesprächs­ge­gen­standes her­aus – hier also des Kon­flik­t­punk­tes – nach oben und blicke, sozusagen aus der Vogelper­spek­tive auf das gegen­wär­tige, zurück­liegende oder kün­ftige Gesprächs­geschehen als solch­es, um hier­für meine Wün­sche zu for­mulieren und realisieren.
Die Lage sei fol­gende: Part­ner und Part­ner­in haben sich ob irgen­dein­er wie auch immer beschaf­fe­nen Kleinigkeit aneinan­der erzürnt. Ein Wort ergibt das andere und die auf jed­er Seite emp­fun­dene Unangemessen­heit der jew­eili­gen Part­nerreak­tion hat bere­its zum Über­schre­it­en des imag­inären ’pint-of-no-return’ geführt; bei­de Beteiligten dreschen mit gehöriger Vehe­menz und eben­solch­er Ver­let­zungsab­sicht aufeinan­der ein. Der Wachere von bei­den wird sich in einem Augen­blick (vielle­icht mit Blick auf sein Ziel-Koor­di­naten­sys­tem) klar, dass wed­er er noch sein Gegenüber das bere­its in Reich­weite liegende Ende dieser wertvollen Beziehung mit küh­lem Kopf wollen oder auch nur später tat­säch­lich ver­ant­worten kön­nte, dass fol­glich auf bei­den Seit­en kalkulier­bar spätere Reue ein­set­zen würde – zu späte, weil die Tren­nung irre­versibel wäre.
Dass der Wachere nun ein­seit­ig zurück­steckt, um mit let­ztem Ein­satz die Beziehung zu ret­ten, ist kaum möglich und ins­beson­dere auch nicht rat­sam, zumal jede Part­ner­schaft, will sie auf Dauer fortbeste­hen, dem Pos­tu­lat ein­er Gle­ich­w­er­tigkeit bei­der Part­ner füreinan­der fol­gen muss, und nun klein beizugeben käme einem nicht zu kom­pen­sieren­den Ehrver­lust gle­ich; die Gle­ich­w­er­tigkeit wäre dahin und das Ende der noch beste­hen­den Beziehung auf andere Weise ein­geleit­et. Was tun?
Dem wacheren Part­ner sollte klar sein, dass, wenn er die Kon­trolle über das Geschehen gewin­nen will, er auf Möglichkeit­en der Metakom­mu­nika­tion zugreifen kann. Beispiel­sweise kann er sich an sein Gegenüber wen­den mit der Bemerkung: „Ich merke ger­ade, wie sehr ich Dir wehtue und das sog­ar in voller Absicht, und wie Du auch mir wehtust, wie feind­selig wir miteinan­der umge­hen. Und dabei mag ich Dich doch und will eigentlich alles andere als Dir wehtun. Ich bin mit unser­er jet­zi­gen Unter­hal­tung, unser­er Art miteinan­der umzuge­hen, völ­lig unzufrieden. Wie geht’s Dir damit?“
Gewiss wird diese Äußerung über das gemein­same Stre­it­en nicht gle­ich dazu führen, dass sich bei­de in der näch­sten Sekunde in den Armen liegen, aber sie haben mit ein­er gewis­sen Wahrschein­lichkeit die Wende von ein­er destruk­tiv­en, ver­let­zen­den in eine kon­struk­tive, klärende Kom­mu­nika­tion bere­its geschafft oder unmit­tel­bar vor sich.

Metakommunizieren um zu steuern!

Neben dem unschätzbaren Vorteil der Wende aus der stre­it­i­gen in die klärende, lösung­sori­en­tierte Art der Gesprächs­führung gibt es weit­ere sit­u­a­tive Vorzüge metakom­mu­nika­tiv­er Intervention:
  • In der Ebene des Stre­it­ge­gen­stands gab es keinen Spiel­raum für Bewe­gun­gen ohne Nachteile: Stoße ich vor, blutet meine Nase; denn da ste­ht mein vor­ma­liger Part­ner – jet­zt als Geg­n­er, gehe ich zur Seite oder gar zurück, ist das ein ter­ri­to­ri­aler Vorteil der anderen Seite, den ich ihr nicht gönne. Erhebe ich mich dage­gen in die Metaebene, ist das Gespräch als solch­es und nicht der stre­it­ige Gegen­stand das, worüber ich und wir sprechen, also ein unbe­lastetes The­ma. So habe ich plöt­zlich alle Bewe­gungsspiel­räume der Welt.
  • In der Ebene des Stre­it­ge­gen­stands gab es nahezu auss­chließlich Geg­n­er­schaft. Was unsere Stre­it­erei als solche bet­rifft, bin ver­mut­lich nicht nur ich unzufrieden, son­dern auch mein Part­ner; ich habe mit einiger Wahrschein­lichkeit plöt­zlich Gle­ichsin­nigkeit. Diese Basis lässt sich ausbauen.
  • Ob mir der – möglichst mit dem Part­ner gemein­same – Aus­flug in die Metaebene auch Vorteile in der stre­it­i­gen Angele­gen­heit (und wenn, welche) bringt, hängt wesentlich davon ab, wie geschickt, will sagen sit­u­a­tion­sangemessen ich metakom­mu­niziere. Schließlich gibt es unendlich viele Möglichkeit­en, auch sehr schädliche.
Die fün­fte Frage, die nach dem Risiko des Gesichtsver­lusts für eine oder bei­de Parteien, ist wichtig und doch schnell zu beant­worten. Was wir Deutschen heute metapho­risch mit ’Gesicht’ beze­ich­nen, ste­ht für unseren kul­turell ein wenig ram­ponierten Begriff ’Ehre’. Unser Ehrge­fühl steuert ganz wesentlich unser Konfliktverhalten.
Wie bere­its im obi­gen Beispiel der Paarstre­it­igkeit angek­lun­gen ist, beziehen zwis­chen­men­schliche Beziehun­gen die Sub­stanz für ihre Dauer­haftigkeit aus dem etwa gle­ich hohen Wert des einen Part­ners für den jew­eils anderen. Dauer­haft gle­ich hohe Wertschätzung der Part­ner ist eine notwendi­ge (noch nicht hin­re­ichende) Voraus­set­zung für das Fortbeste­hen ihrer Beziehung auch außer­halb von Paar­beziehun­gen bis hin zu Geschäfts- und sog­ar poli­tis­chen Kon­tak­ten, hier mit weit­eren Ingre­dien­zien. In dem erwarteten Äquilib­ri­um spielt das jew­eilige Ehrkonzept – nen­nen wir es unseren Ethos – neben ein­er kul­turellen Kom­pat­i­bil­ität eine unverzicht­bare Rolle.
Der Aus­flug in die Ebene der Metakom­mu­nika­tion beschädigt wed­er des einen noch des anderen Part­ners ethis­ches Konzept: Metakom­mu­nika­tion ist zunächst ein The­men­wech­sel, nicht mehr (aber immer­hin, und zudem ein hoff­nungs­fro­her). Dass die Ini­tia­tive hierzu von dem ’Wacheren’ aus­ging, ist für diesen in kein­er Weise abträglich, son­dern in den meis­ten Fällen sog­ar äußerst zuträglich, näm­lich ein deut­lich­er Gewinn an Sou­veränität. War er bis dahin – wie auch sein Gegenüber – im Rah­men der aus wech­sel­seit­ig gesteigerten Zumu­tun­gen beste­hen­den Eskala­tion­s­mechanik nur Reagieren­der (auf die jew­eilige Unzu­mut­barkeit durch den anderen – hier passt das zuvor genutzte Bild der Mar­i­onette), wird er nun zum Akteur, zum Gestal­ter, der eine Sit­u­a­tion in seinem Sinne verän­dert. Das ver­ste­hen wir als souverän.

Die Lösungen sind nah

Wen­den wir uns zu guter Let­zt den möglichen Lösun­gen in Kon­flik­t­la­gen zu.
Ganz grund­sät­zlich gibt es – außer dem oben erwäh­n­ten ’Aus-dem-Felde-gehen’, dem Nich­taufnehmen des Fehde­hand­schuhs, das den Kon­flikt eigentlich nicht löst, son­dern im besten Fall ohne Lösung been­det – drei Lösun­gen zu Konflikten:
  • Kom­ple­men­tar­ität,
  • Kom­pro­miss und
  • Kom­pen­sa­tion.
Der rascheste (aber zumeist unwillkom­men­ste) Weg zur Lösung eines Kon­flik­ts ist, sich kom­ple­men­tär zu ver­hal­ten. Ist mein Gegenüber wütend auf mich und ich gebe mich reumütig und bußfer­tig, habe ich die passende Kom­ple­men­tärhal­tung ein­genom­men und passe zum Befind­en des anderen und seinen Ansprüchen wie der richtige Schlüs­sel zum Schloss. Beansprucht in einem Rangkon­flikt mein Gegenüber die Ober­hand und ich zeige mich fügsam, ist auch hier das Kon­flik­t­poten­zial ver­schwun­den und der Druck aus der Sit­u­a­tion sofort entwichen – der schnell­ste Weg zwar, aber oft­mals unwillkom­men, weil in den meis­ten Fällen die kom­ple­men­täre Hal­tung einzunehmen gle­ichge­set­zt wird mit Unter­w­er­fung, als würde ich mich aus­richt­en an den Vor­gaben des anderen. Viele (schwache) Vorge­set­zte erwarten im Ver­lauf von Mei­n­ungsver­schieden­heit­en der­lei Demutsgesten von ihren Mitar­beit­ern (mit der Folge, dass bei­de einan­der daraufhin umso mehr detestieren).
Ein Kom­pro­miss find­et als Annäherung auf der­sel­ben Ebene statt, auf der die Lücke zwis­chen den entle­ge­nen Ansprüchen bei­der Part­ner existiert. Regelmäßig erlebtes Beispiel sind die Feilschereien zwis­chen Arbeit­ge­ber- und Arbeit­nehmer­lager um die Prozente und Dez­i­male der näch­sten Gehalts- oder Lohnsteigerung.
Ist ein Zueinad­er von den entle­ge­nen Posi­tio­nen auf der­sel­ben Ebene aus welchen Grün­den auch immer versper­rt (aber eben nicht nur dann), eröffnet sich das unendlich weite Feld der Kom­pen­sa­tion. Bei­de Seit­en haben immer mehr als ein Inter­esse, in der Regel unzäh­lige, und bei­de ver­fü­gen auch immer über mehr als ein erstrebenswertes Gut. Einiges aus der Ver­fü­gungs­masse der einen Seite wird für die andere Seite attrak­tiv sein, gle­ich­es vice ver­sa. Kom­pen­sa­tion für nicht gestalt­bares Ent­ge­genkom­men in der Ebene des zunächst behan­del­ten Kom­pro­miss­es ist inzwis­chen Usus auch in vie­len der bere­its erwäh­n­ten Tar­if­stre­it­igkeit­en: dann geht es eben um Zugeständ­nisse bei der Arbeitszeit‑, der Urlaubs‑, der Über­stun­den­regelung, um Mitbe­sitzan­teile oder Anderes.

Fazit

Meine ver­we­gene Mei­n­ung ist, dass es angesichts der unendlichen Vielfalt allein der kom­pen­satorischen Lösungsmöglichkeit­en keine unlös­baren Kon­flik­te gibt, dass ungelöste und ins­beson­dere ver­meintlich unlös­bare Kon­flik­te lediglich ein schlecht­es Licht wer­fen auf Durch‑, Weit- und Run­dum­sicht der um Lösung Bemühten.
Autor
Dipl.-Psych. Rolf Mohr
Wis­senschaftlich­er Direk­tor und Leit­er des Fach­bere­ichs „Soziale Kom­pe­ten­zen – Ver­hal­tenswis­senschaften für Man­age­ment und Ver­wal­tung, Kom­mu­nika­tions- und Ver­hal­tenstrain­ings“ an der Bun­de­sakademie für Wehrver­wal­tung und Wehrtech­nik (BAk­WVT) in Mannheim, der Führungsakademie der Bundeswehrverwaltung.
1 Ein Pyrrhussieg ist ein zu teuer erkaufter Erfolg. Der Aus­druck geht auf König Pyrrhus von Epirus (319/318–272 v. Chr.) zurück. Dieser soll nach seinem Sieg über die Römer in der Schlacht bei Ascu­lum 279 v. Chr. einem Ver­traut­en gesagt haben: „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“
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